Was ist die DÄGfA

Was ist die DÄGfA: Die älteste deutsche Akupunkturgesellschaft (1951), die sich für ein hohes Niveau in der Ausbildung von Ärzten engagiert.
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Wo hilft Akupunktur

Die Wirkung der Akupunktur ist bei unterschiedlichsten Indikationen durch zahlreiche Studien belegt.
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Akupunktur hat nicht geholfen?

Ihre Akupunkturbehandlung hat nicht ganz die erwünschte Wirkung zeigt. Das kann folgende Gründe haben:
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Was kostet Akupunktur

Die Kosten liegen bei 30 bis 70 Euro pro Sitzung. In einigen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten teilweise oder sogar ganz.
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Schlafstörungen

Wenn die Nacht zum Tag wird

"Gute Nacht!" Für viele Menschen ist das nicht mehr, als ein frommer Wunsch. Das Bett bedeutet für sie nicht Ruhe und Erholung, sondern ist ein Ort der Qual. Rund 10 Prozent der Erwachsenen schlafen chronisch schlecht ein, wachen dauernd auf, grübeln stundenlang, wenn sie eigentlich träumen sollten. Die chinesische Akupunktur kann helfen: Sie harmonisiert unseren Tag-Nacht-Rhythmus und fördert so gesunden Schlaf.

Die Frau schläft aber ihr Schlaf wird überwacht. Auf ihrem Kopf und ihrem Brustkorb sind Elektroden befestigt - kleine Metallplättchen, die rhythmisch wiederkehrende Signale aufzeichnen. Das so entstehende Schlafprotokoll soll über Monika B. Auskunft geben, die nach jahrelangen Schlafproblemen endlich bei Schlaf-Spezialisten gelandet ist, in einem so genannten Schlaflabor. Hier wird nun analysiert, was in ihrem Gehirn, ihrem Herz-Kreislauf-System, ihren Muskeln, ihrem Stoffwechsel passiert, während die 58-Jährige schläft, und was es sein könnte, das ihre Nachtruhe regelmäßig stört. Heute misst ein EEG, ein Elektroencephalogramm, Monika B.s Hirnwellen und ein EKG, ein Elektrokardiogramm, die Aktivität ihres Herzens. Morgen sind die nächtlichen Augenbewegungen und der Gehalt an Blutsauerstoff dran. Was die immer müde, erschöpfte Kölner Hausfrau hierher führte, ist vielen Menschen nur zu gut bekannt - die Unfähigkeit, nachts abzuschalten.Wer hierher kommt, leidet an Ein- oder Durchschlafstörungen (Insomnie), an Schläfrigkeit während des Tages (Hypersomnie), an einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus oder einer der vielen weiteren Formen von krankhaftem Schlafverhalten.

Die "Schlaflosen-Karriere" von Monika B. ist klassisch: Mit Durchschlafstörungen fing es an, die sie mit Baldrian und Hopfentee bekämpfte. Bald kam "hin und wieder" ein leichtes Schlafmittel hinzu, nahm Monika B. es aber mal nicht, lag sie oft lange wach. Schließlich brauchte sie jede Nacht Schlaftabletten, wurde abhängig und depressiv. Der Arzt verschrieb ein Antidepressivum, das ihre Stimmung, aber auch ihren Schlaf verbessern sollte. Erfolglos: "Trotz all der Medikamente bin ich nachts x-mal aufgewacht", erzählt Monika B. Nach einem Nervenzusammenbruch kam die Kölnerin in eine psychosomatische Klinik, wo sie Entspannungstechniken erlernte, die aber nicht viel änderten. Nun wird die Nachtseite ihres Lebens im Schlaflabor durchleuchtet, wo man nach organischen Ursachen fahndet.

Gesunder Schlaf, so wissen Schlafforscher, besteht aus fünf Schlafstadien, die in einer bestimmten Reihenfolge eintreten. Die wichtigste ist die Tiefschlafphase, die etwa 20 Prozent der Nacht beansprucht und in der das Bewusstsein stark reduziert ist. Kurzes Aufwachen zwischen den Stadien ist natürlich, eine Schlafstörung liegt erst dann vor, wenn die Schlafphasen ungeordnet oder zu kurz oder die Wachphasen zu lange sind. Eine Fülle körperlicher, psychischer und äußerer Faktoren kann dazu führen, bei den meisten Schlafstörungen liegt aber mehr als nur eine Ursache vor. Monika B. weiß, was ihr die schlaflosen Nächte brachte: der Kummer, als ihr Mann vor vier Jahren starb. In den Monaten nach dem Ereignis verbrachte sie ihre Nächte mit Grübeln, Weinen, Anklagen - nur schlafen konnte sie kaum noch, bis heute.

Negative Gedanken machen alles noch schlimmer

Schlafstörungen werden häufig durch ein belastendes Ereignis oder Depressionen ausgelöst, doch egal, ob die Seele, eine körperliche Erkrankung oder nur ständige Lärmbelastung der Grund sind - typisch für länger andauernde Schlafprobleme ist, dass sie sich irgendwann selbständig machen. Monika B. kommt heute mit ihrer neuen Lebenssituation gut zurecht, schlafen kann sie trotzdem nicht. "Es ist, als wäre ich einfach auf Nicht-schlafen-können programmiert!" Hinter diesem "Programm" steckt ein verzwickter, aber typischer Teufelskreis, der schon vor dem Zubettgehen mit schädlichen Gedanken beginnt: Hoffentlich kann ich heute endlich schlafen! Wie soll ich den morgigen Tag überstehen, wenn ich nicht schlafen kann. Das Schlafengehen ist mit Gefühlenverbunden, die Misstrauen, Angst und Anspannung auslösen und dadurch psychisch anregend wirken. Die Folge: Der Blutdruck steigt, das Herz klopft schneller, die Muskeln sind verspannt, man wird immer wacher. Statt der ersehnten Bettschwere kommen nur schwere Gedanken.

Akupunktur unterstützt den Schlaf

Chronische Schlafstörungen, also solche, die mehr als sechs Monate andauern, gehören zu den ausgesprochen hartnäckigen Beschwerden. Bis zum 40. Lebensjahr sind Männer und Frauen etwa gleich betroffen, danach nimmt der Anteil schlafgestörter Frauen zu - vor allem wegen hormoneller Umstellungsprozesse infolge der Wechseljahre. Generell klagen Ältere über schlechten Schlaf, bei den über 65-Jährigen sind es 40 Prozent. Dass die auslösenden Ursachen erkannt und behandelt werden müssen, ist klar - Schlafmittel befürworten Ärzte nur in Ausnahmefällen. Bei nicht organisch bedingten Störungen verschreiben sie bevorzugt Benzodiazepine, das sind Medikamente, die schlaffördernde Substanzen im Gehirn verstärken. Wegen des Suchtrisikos sollten die Mittel aber nicht länger als vier Wochen genommen und dann nicht abrupt abgesetzt werden, da dies die Schlafstörungen verschlimmert.

Auch wirksame, nicht medikamentöse Therapien stehen zur Verfügung: etwa die Stimulus- Kontrolle, bei der Schlafgestörte lernen, jegliche Reize aus dem Schlafbereich zu verbannen, oder die Schlafreduktions-Therapie, bei der die Zeit, die man im Bett verbringt, auf bis zu fünf Stunden verkürzt wird - der "Schlafdruck" steigt so, der Schlaf verbessert sich. Beide Therapieformen können auch mit einer Psychotherapie kombiniert werden. Welche Behandlung die beste ist, kann in einer Schlafsprechstunde abgeklärt werden, die in vielen Kliniken angeboten wird.

Aus Sicht der chinesischen Medizin ist bei Schlafproblemen die Harmonie zwischen den Energien Yin und Yang gestört, die unseren Körper und Geist bestimmen. Das "dunkle, kühle" Yin steht für die Welt des Schlafs und der Nacht, der Gefühle und Intuition, das helle, feurige Yang repräsentiert die Welt des Tages und ihre Aktivitäten sowie den analytischen Verstand. Dringt die Yang-Energie zu weit in die Yin-Welt des Schlafs vor - etwa durch künstliche Beleuchtung, Arbeiten bis in den späten Abend, langes Fernsehen - stört der Verstand die Yin-Energie der Nacht und es kommt zu Schlafproblemen. Meditationsübungen wie Qi Gong oder Tai Qi helfen, den disharmonischen Energiefluss zu regulieren, vor allem aber wird die Akupunktur erfolgreich bei Schlafproblemen angewandt. Studien zeigten, dass sie die Ausschüttung schlaffördernder, muskelentspannender Stoffe wie etwa des "Glückshormons" Serotonin oder körpereigener Morphine anregt, Yin und Yang harmonisiert und so einen erholsamen Schlaf ermöglicht. Auch Monika B., bei der keine organische Erkrankung diagnostiziert wurde, versucht nun durch Akupunktur - kombiniert mit einer Verhaltenstherapie - wieder zu besserem Schlaf zu finden.

 

Von Patient zu Patient


"Der Tipp war Gold wert!..."
Katrin Scheer (40)


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