Rückenschmerzen

Akupunktur und Moxibustion bei Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule (beispielsweise, HWS-Syndrom, zervikale Spondylitis, Torticollis, BWS-Syndrom, unterer Rückenschmerz, Ischiasschmerz) - die wissenschaftliche Studienlage


Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Akupunktur-Studien, die die verschiedenen Arten von Rüsckenschmerzen untersuchen:



Die GERAC Studie:

Eine großangelegte deutsche Studie (Haake et al 2007), die sog. GERAC Studie (German Acupuncture Trial) hat dazu geführt, dass die Akupunktur bei chronischen Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. In insgesamt 340 Praxen und Ambulanzen wurden 1162 Patienten mit seit durchschnittlich 8 Jahren bestehendem unterem Rückenschmerz in die Studie eingeschlossen. Die Studienteilnehmer wurden per Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt: die erste Gruppe wurde mit verum (=echte) Akupunktur nach den Prinzipien der traditionell chinesischen Medizin behandelt, die zweite Gruppe erhielt minimal-Akupunktur an nicht-klassischen Akupunkturpunkten und die dritte Gruppe wurde mit konservativen Standardtherapie (Schmerzmittel, Physiotherapie und Übungen) versorgt. Die Akupunkturbehandlungen wurden in der Regel zehn Mal, zwei Sitzungen pro Woche, durchgeführt. Stellte sich eine Besserung der Symptomatik, aber noch keine Heilung ein, konnten das Behandlungsschema um fünf weitere Akupunktursitzungen erweitert werden.

Hauptzielparameter war die Verbesserung der Symptomatik nach sechs Monaten. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich: in der Verum-Akupunkturgruppe kam es zu einer 47,6% Besserung, die Minimal-Akupunkturgruppe konnte eine 44,2% Besserung der Symptomatik aufweisen, während es in der Gruppe mit Standardversorgung nur zu einer 27,4% Besserung kam.

Die Autoren fassen zusammen: Unterer Rückenschmerz ist wirkungsvoll mit Akupunktur zu behandeln. Dieser Effekt hält mindestens sechs Monate an. Sowohl die Verum Akupunktur, als auch die Minimal-Akupunktur ist fast doppelt so effektiv wie die herkömmliche Standardversorgung.

Zusammenfassung: Diese Studie war ein Meilenstein in der Anerkennung der Akupunktur. Sie hat dazu geführt, dass die Behandlung von chronischem Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich mit Akupunktur von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet wird.

Studie HIER

 

Studie Akupunktur bei LWS-Beschwerden 

Eine großangelegte, multizentrische, randomisierte, kontrollierte deutsche Studie (Brinkhaus et al 2006) hat zu einer großen Medien Aufmerksamkeit bezüglich der Akupunktur geführt. 298 Patienten mit chronischem (mindestens 6 Monate) Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe wurde mit 12 Mal Akupunktur über 8 Wochen behandelt. Die Akupunkturbehandlung war semi-standardisiert, dies bedeutet, dass einige Akupunkturpunkte vorgegeben sind, die immer gestochen werden müssen, und einige, die frei durch den Therapeuten gewählt werden können. Die zweite Gruppe erhielt Minimal-Akupunktur an nicht klassischen Akupunkturpunkten und die dritte Gruppe war die Kontrollgruppe, die zunächst keine Akupunkturbehandlung erhielt, sondern auf die Warteliste gesetzt wurde. Als Zielparameter wurden die Veränderung des Rückenschmerzes anhand einer Visuellen Analog Skala (VAS) und weitere Symptome mit einem standardisierter Fragebogen vor Therapiebeginn sowie nach 8, 26 und 52 Wochen erfasst. Als Notfallmedikation waren nicht-steroidale Schmerzmittel (NSARs) zugelassen; auch deren Bedarf wurde erfasst.

Die Auswertung zeigte, dass die Akupunktur der nicht-Behandlung (Warteliste) signifikant überlegen war. Sie war auch effektiver als die Minimal-Akupunktur, ihr jedoch nicht signifikant überlegen. Diese Unterschiede blieben auch nach 26 und 52 Wochen bestehen.

Diese Studie hat auch in Fachkreisen zu einer Diskussion bezüglich der Punktspezifität von klassischen Akupunkturpunkten und der unspezifischen Wirkung von Akupunktur geführt. Sie ist daher ein wichtiger Meilenstein in der Akupunktur-Forschung.

Schlussfolgerung: die Akupunktur ist der abwartenden Haltung bei chronischem, unteren Rückenschmerz signifikant überlegen. In dieser Studie gab es zwar einen Unterschied zwischen echter (verum) Akupunktur und Minimal-Akupunktur, dieser war aber nicht signifikant.

Studie HIER

 

Große und wichtige Studie 2012 bei chronischen Rückenschmezen 

wurde 2012 von Vickers et al erstellt, die die individuellen Originaldaten von insgesamt 17922 Patienten, die bei verschiedenen Formen von chronischen Schmerzen Akupunktur erhalten hatten, analysierte. Bei chronischem Nackenschmerzen und chronischen Rückenschmerzen kamen die Autoren zu folgenden Schluss: Die Akupunktur kann die Schmerzen deutlich reduzieren. Dabei ist der Therapieerfolg mit der Akupunktur deutlich besser als ohne Akupunktur und auch im Vergleich zur Minimal-Akupunktur ist der Behandlungserfolg einer vollwertigen Akupunkturbehandlung besser. Unsere Empfehlung: Auf Grund dieser methodisch sehr guten und sehr großen Studie sollte Akupunktur einen Stellenwert in der Therapie von chronischen Nacken- und Rückenschmerzen haben. Dabei gibt es Unterschiede zwischen der Wirkung von Akupunktur und Minimal-Akupunktur. Die Studie erlaubt die Schlussfolgerung, dass es nicht egal ist, wohin gestochen wird.

Studie HIER

 

Triggerpunkttherapie bei Rückenschmerzen

Verschieden große Studien untersuchen die Wirksamkeit der Akupunktur von sogenannten Triggerpunkten. Das sind lokale Muskelverhärtungen der Skelettmuskulatur, die zum Teil starke Schmerzen verursachen können auch mit Ausstrahlung in andere Körperregionen. Zum Beispiel können Triggerpunkte des Trapezmuskels im Nackenbereich (M. trapezius) Schmerzen am Hinterkopf, an den Schläfen oder auch am Arm auslösen. Zwei große Übersichtsarbeiten mit insgesamt 27 Studien (Cagnie et al 2015 und Kietrys et al 2014) haben gezeigt, dass die Triggerpunktakupunktur, das sog. Dry needling, zu einer deutlichen Verbesserung des Schmerzempfindens geführt hat. Auch verbesserte sich die Bewegungsfreiheit und Funktionalität sowie in geringen Umfang auch die Lebensqualität der Patienten. Besonders stark war der Effekt direkt nach der Behandlung. Dies haben auch die Untersuchungen einer anderen, kleinen Forschungsarbeit (Mejuto-Vázquez et al. 2014) an 17 Patienten ergeben. Sie konnten zusätzlich nachweisen, dass der positive Effekt auch noch eine Woche nach der Akupunktur vorhanden war. Unsere Empfehlung: Schmerzen die durch muskuläre Verspannungen/Triggerpunkte entstehen, können sehr gut mit Triggerpunktakupunktur (Dry needling) behandelt werden.

Studie 1 HIER

Studie 2 HIER

Studie 3 HIER

 

Studien Akupunktur bei Schleudertrauma

Auf Grund der eher niedrigen Qualität der Studien zur Wirksamkeit von Akupunktur, Elektrostimulationsakupunktur und Triggerpunktakupunktur/Dry Needling bei Schleudertrauma kann nur eine begrenzte Aussage gemacht werden: eine Forschergruppe hat sechs randomisierte, kontrollierte Studien untersucht (Moon et al 2014). Akupunktur (auch in Kombination mit üblicher Standardversorgung, chinesischer Kräutertherapie oder Elektroakupunktur) scheint bei Schmerzen deutlicher die Schmerzmodulation zu verbessern und im Vergleich zu Entspannungstechniken, Minimal-Akupunktur, Schein-Elektroakupunktur oder Schein-Elektroakupunktur in Kombination mit Standardversorgung oder chinesische Kräutertherapie zu einer stärkeren Schmerzlinderung nach Schleudertrauma zu führen.

Eine der untersuchten Studien zeigt keinen Benefit bezüglich Dry Needling zusätzlich zu Physiotherapie im Vergleich zu "Minimal-Dry-Needling" und Physiotherapie.

In keiner der sechs untersuchten Studien zeigte sich eine Überlegenheit von Akupunktur, Elektroakupunktur oder Dry Needling  bezüglich Funktionverbesserung nach Schleudertrauma.

Ergebnis: In 4 von 6 Studien verbesserte Akupunktur nach einem Schleudertrauma die Schmerzen und die Schmerzmodulation, nicht jedoch eine Funktionsverbesserung. Dabei sind die verschiedenen Techniken der Akupunktur alle als gleichwertig anzusehen.

Studie HIER

 

Studien Akupunktur bei chronischen Nackenschmerzen

In einer Pilotstudie mit 45 Patienten (Cho et al 2014) konnte kein Unterschied zwischen den drei Gruppen Akupunktur in Kombination mit Einnahme von nicht-steriodalen Antirheumatica (NSAIDs - zum Beispiel Ibuprofen oder Diclofenac), alleiniger Akupunkturbehandlung oder alleiniger NSAID Einnahme bei chronischen Nackenschmerzen gezeigt werden. Da es sich um eine Pilotstudie handelte, war das primäre Studienziel allerdings Prüfung der Durchführbarkeit und Bestimmung der Studiengröße und erst das sekundäres Studienziel war die Messung von Schmerzintensität und Schmerz-assoziierte Symptome bei chronischen Nackenschmerzen.

Ergebnis:  In dieser kleinen Studie zeigt sich die Tendenz, dass Akupunktur bei chronischem Nackenschmerz genau so wirkungsvoll ist wie die Einnahme von nicht-sterioidalen Schmerzmitteln.

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Eine große Studie (McPherson et al 2015) wurde an 517 Patienten mit chronischen Nackenschmerzen seitdurchschnittlich 6 Jahren durchgeführt. Die Patienten wurden in 3 Gruppen eingeteilt. Die erste erhielt Akupunktur (durchschnittlich 14 Sitzungen), der zweiten Gruppe wurde im Einzelunterricht die Entspannungsmethode "Alexander Technik" beigebracht (durchschnittlich 14 Unterrichtsstunden) plus Standardversorgung, und die dritte Gruppe bekam ausschließlich herkömmliche Standardversorgung. Dabei zeigte sich, dass sowohl die Akupunktur als auch die Alexandertechnik beide auch nach 12 Monaten signifikant bessere Ergebnisse hatten als die Standardversorgung allein.

Unsere Empfehlung: Sowohl die Akupunktur als auch die Alexandertechnik sollten bei chronischen Nackenschmerzen für einen langfristigen Therapieerfolg eingesetzt werden

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Eine Arbeit (Plastaras et al 2011) fasst die Studienlage von komplementärer und alternativer Behandlungsmethoden  (CAM) bei chronischen Nackenschmerzen zusammen - ohne sie an Hand von vergleichenden Studien direkt gegeneinander abzuwägen. Die beschriebenen Methoden sind: Chiropraktik, TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation), Yoga, Tai Chi, Feldenkraisübungen und Akupunktur.

Für alle beschriebenen Techniken finden die Autoren gute Belege für die positive und schmerzreduzierende Wirkung bei chronischem Nackenschmerz.

Schlussfolgerung: Die Akupunktur ist eine gut belegte komplementärmedizinische Methode zur Behandlung von chronischen Nackenschmerzen. Die anderen komplementärmedizinischen Methoden sind ebenfalls effektive Therapieformen bei chronischem Nackenschmerz.

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Eine sehr große Übersichtsarbeit (Gross et al 2015) untersucht die Ergebnisse von 51 Studien mit insgesamt 2920 Patienten. Ziel der Untersuchungen ist es, heraus zu finden, ob Manipulation oder Mobilisation die Beschwerden bei akuten, subakuten oder chronischen Nackenschmerzen bessert. Die Autoren kommen unter anderem zu folgendem Ergebnis: Die chiropraktische Intervention an der Halswirbelsäule ist der Akupunktur in der Behandlung von Nackenschmerzen nicht überlegen. Viele Manipulationen scheinen einer reinen TENS-Behandlung (Transkutane elektrische Nervenstimulation) im kurzen Verlauf überlegen - dabei ist allerdings die Studie zu TENS qualitativ nicht hochwertig.

Schlussfolgerung: Manipulation oder Mobilisation der Halswirbelsäule ist bei akuten, subakuten oder chronischen Nackenschmerzen nicht effektiver als Akupunktur.

Studie HIER


 

Studien Akupunktur bei akuten unteren Rückenschmerzen


In einer koreanischen Studie (Shin et al 2013) mit 58 Patienten mit akutem unteren Rückenschmerzen (maximale Schmerzdauer 4 Wochen) und starker Bewegungseinschränkung konnte gezeigt werden, dass einmalige Akupunktur und gleichzeitige Bewegung (motion style acupuncture treatment) stärker die Schmerzen reduziert und den Bewegungsumfang deutlicher bessert als einmalige Injektion von Diclofenac. Dieser Effekt bestand sowohl sofort nach der Behandlung als auch zwei und vier Wochen danach.

Schlussfolgerung: Einmalige Akupunktur mit gleichzeitiger Bewegung hat einen größeren schmerzlindernden und bewegungsfördernden Effekt als einmalige Schmerzmittel-Injektion.

Studie HIER


40 Patienten mit unterem Rückenschmerz nahmen an einer Studie (Xu et al 2015) teil, die Nadelakupunktur und Wärmetherapie mit Moxibustion verglich. "Moxa" ist im Rahmen der chinesischen Medizin ein bekanntes Verfahren,bei dem Beifusskraut (Artemisia vulgaris) verbrannt wird. Die entstehende Wärme wird therapeutisch genutzt.

In allen Gruppen reduzierte sich der Schmerz. Signifikant war der Unterschied nach zwei Wochen Behandlung im Gegensatz zu Behandlungsbeginn in der Gruppe, die über 60 Minuten die Wärmetherapie mit Moxa genossen hatten.

Empfehlung: bei manchen Arten von unterem Rückenschmerz kann Wärmetherapie mit Moxibustion sehr gut einsetzt werden, wobei die Daten für eine längere Wärmeapplikation sprechen.

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Studien Akupunktur bei Ischias-Beschwerden

Eine große Übersichtarbeit (Lewis et al 2015) mit 120 zum Teil randomisierten, kontrollierten Studien vergleicht 21 verschiedene Behandlungsmethoden von Ischias-Schmerzen bei Erwachsenen. Zielparameter war die Gesamtgenesung verglichen mit Kontrollen ohne Behandlung oder Standardversorgung. Es zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Beschwerden nach Bandscheiben-Operation, Injektion im Bereich der Wirbelsäule (epidurale Injektion, Spinalnervenblockade), Schmerzmittelgabe, Manipulation ("Manuelle Medizin") und Akupunktur. Die Autoren fordern, dass behandelnde Ärzte Patienten besser über nicht operative Verfahren wie Akupunktur informieren und diese stärker in die Behandlung von Lenden-Becken-Hüft-Schmerzen einzubeziehen sollten. Akupunktur hatte einen größeren Effekt im Vergleich zu Kontrollen ohne Behandlung oder zur  Standardversorgung

Unsere Schlussfolgerung: Die symptomlindernde Wirkung von Akupunktur entspricht  bei Ischias-Schmerzen der zahlreicher anderer Verfahren zur Schmerzlinderung und ist u.a. effektiver als keine Therapie.

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Eine Übersichtarbeit (Mei et al 2015) zur Wirkung von Akupunktur bei Ischias-Schmerzen fasst 12 Studien mit insgesamt 1842 Patienten zusammen. Die Akupunktur wurde mit der konventionellen, westlichen Medizin (z.B. Schmerzmittel wie Indomethacin oder Schmerzmittel plus ein Zusatz: z.B. Ibuprofen plus Prednisolon oder Ibuprofen plus Vitamin B1) verglichen. Dabei zeigte sich in dieser Übersichtsstudie eine Überlegenheit der Akupunktur sowohl bezüglich  Schmerzschwelle wie auch Schmerzintensität. Es zeigte sich auch, dass ein besser ausgebildeter Behandler bessere therapeutische Effekte mit der Akupunktur erzielen.

Die Autoren empfehlen mehr Studien in besserer Qualität, um eine sicherere wissenschaftliche Aussage treffen zu können, aber schreiben auch, dass die Akupunktur sehr gut bei Ischias-Schmerzen eingesetzt werden kann. Die Therapie mit Akupunktur ist effektiv zur Schmerzreduzierung, ist sicher und wird von den Patienten gut angenommen.

Unsere Empfehlung: Akupunktur sollte als sichere Methode zur effektiven Schmerzreduktion bei Ischias-Schmerzen angewandt werden.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4575738/

 

Eine ebenfalls große Übersichtsarbeit (Ji et al 2015) die 12 Studien mit insgesamt 1842 Patienten mit Ischias-Schmerzen zusammenfasst, kommt zu dem Schluss, dass Akupunktur in der Therapie wirksamer ist als konventionelle westliche Medizin (z.B. Schmerzmittel, Injektion von Kortison, Vitamin B1). Akupunktur senkt die Schmerzintensität und hebt die Schmerzschwelle.

Unsere Schlussfolgerung: Mit Akupunktur können Ischias-Schmerzen wirkungsvoll behandelt werden. Sie ist der konventionellen westlichen Medizin überlegen.

Studie HIER

 

Studien Akupunktur bei Bandscheibenvorfall LWS


Eine große Übersichtsarbeit (Li et al 2015) vergleicht Moxibustion auf der Nadel mit Akupunktur, Manipulation und Schmerzmittel (nicht-steroidale Antirheumatika - NSAIDs, z.B. Ibuprofen oder Diclofenac) bei Schmerzen durch nachgewiesenem Bandscheibenprolaps im Lendenwirbelbereich. Moxibustion war sowohl der Akupunktur, als auch den Manipulationen signifikant in der Schmerztherapie überlegen. Moxibustion  war der Wirkung von NSAIDs nur minimal überlegen und damit ähnlich effektiv wie konventionelle Schmerzmittel.

Unsere Empfehlung: Moxibustion (heiße Nadel) kann eine sehr geeignete Therapie für Schmerzen bei nachgewiesenem Bandscheibenprolaps im Lendenbereich sein.

Studie HIER

 

 

Studien Akupunktur bei cervikaler Radikulopathie


 Eine Übersichtsarbeit (Wei et al 2015) untersucht acht Studien zu cervikaler Radikulopathie, einer Reizung der Nervenwurzel, die zu Schmerzen im Nacken sowie Mißempfinden oder sogar Lähmung im Bereich des Nacken und der Arme führen kann. Trotz der vielen erfassten Patientendaten kommen die Autoren auf Grund der niedrigen Qualität der Primärstudien nur zu der vorsichtigen Aussage, dass die chinesische Medizin einen möglichen Vorteil bei cervikaler Radikulopathie hat und dass  besser geplante Studien erforderlich sind, um diese Aussage zu untermauern.

Schlussfolgerung: Die chinesische Medizin und Akupunktur kann bei Schmerzen im Nackenbereich bei cervikaler Radikulopathie einen Vorteil bieten.

Studie HIER

 

 

Suchstrategie:

Keywords: acupuncture AND (back pain OR lower back pain OR neck OR neck pain OR cervical spondylitis OR thoracal back pain OR torticollis OR thoracal)

Filter: RCT, Review, 5 years, 10 years

 

Direct Search: Vickers et al., Brinkhaus et al (ART Study), Haake et al (GERAC)

Basic Source: Literaturliste des WissZ (online: www.daegfa.de)

 

Autoren: Stör J; Fleckenstein J; Stör W

Korrespondenzadresse:
wissenschaftszentrum@daegfa.de

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