Was ist die DÄGfA

Was ist die DÄGfA: Die älteste deutsche Akupunkturgesellschaft (1951), die sich für ein hohes Niveau in der Ausbildung von Ärzten engagiert.
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Wo hilft Akupunktur

Die Wirkung der Akupunktur ist bei unterschiedlichsten Indikationen durch zahlreiche Studien belegt.
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Akupunktur hat nicht geholfen?

Ihre Akupunkturbehandlung hat nicht ganz die erwünschte Wirkung zeigt. Das kann folgende Gründe haben:
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Was kostet Akupunktur

Die Kosten liegen bei 30 bis 70 Euro pro Sitzung. In einigen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten teilweise oder sogar ganz.
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Verdauungsstörungen

SOS aus der Mitte des Körpers

Wer kennt es nicht: Probleme schlagen einem schnell "auf den Magen" und so mancher Kummer ist nicht leicht "zu verdauen". Kaum ein anderer Bereich des Körpers reagiert so sensibel auf innere und äußere Faktoren. Sind die Verdauungsfunktionen aus dem Gleichgewicht, hilft und harmonisiert die chinesische Akupunktur behutsam. Egal, ob der Magen "sauer" ist oder uns etwas Bauchschmerzen bereitet

Fast hätte Irma M. nach den Sünden der letzten Tage auf die Rückkehr ihrer Beschwerden wetten können: Zu viel Fettgebackenes aus der Konditorei, zu viel Kaffee, zu viel Stress und vor dem Schlafengehen ein, zwei Gläser Wein - zur Entspannung, wie die Marketingleiterin einer Berliner Softwarefirma meinte. Kamen alle Faktoren zusammen, konnte Irma M. auf den Denkzettel warten: ein dumpfes Bohren im Magen, verbunden mit Magendrücken oder gar krampfartigen Schmerzen, Sodbrennen und saurem Aufstoßen. Manchmal stieg die ätzend bittere Magensäure sogar die Speiseröhre hinauf, meist nach dem Essen und oft auch nachts. Sich krankschreiben lassen? Das war in dem verantwortungsvollen Job der 38-Jährigen kaum drin, im Gegenteil, oft machte sie Überstunden bis in die Nacht hinein. Um all der Kopfarbeit, dem ungesunden Sitzen am Schreibtisch und im Auto etwas entgegenzusetzen, wollte die Managerin mit Sport für Ausgleich sorgen: Abends trainierte sie im Fitness Center, so oft es ihre Termine erlaubten. Zur geistigen Anstrengung im Beruf kam so noch die körperliche, die zwar ihrer Muskulatur gut tat, ihren ohnehin strapazierten Magen aber zusätzlich schwächte. Der hätte Entstatt Anspannung gebraucht und rebellierte nun. Irma M.s Beschwerden waren ein Signal! Wie gewohnt verzichtete sie deshalb auf Kaffee, Wein, fettes Essen, nur - diesmal "gehorchte" ihr Körper nicht wie üblich, Sodbrennen und Magendrücken besserten sich kaum. Schließlich suchte die Geschäftsfrau Rat beim Gastroenterologen, einem Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen, der eine Magenspiegelung durchführte. Der Befund: beginnende Gastritis - eine Entzündung der Magenschleimhaut. Irma M. protestierte: "Aber wieso? Seit zehn Tagen trinke ich weder Kaffee noch Alkohol!" Ihr Arzt belehrte Irma M. eines Besseren. "Solange Sie sich keine Erholungsphasen gönnen", ermahnte er sie, "werden Sie Ihr Magenproblem nicht los!",denn zahlreiche Studien hätten gezeigt, dass vor allem psychische Belastungen wie Stress oder Ärger zur Entstehung von Magen-Darm-Erkrankungen beitragen.

Magenbeschwerden werden leicht chronisch

Die Beschwerden des überempfindlichen Reizmagens, unter denen auch Irma M. litt, gehören zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche, gefolgt von Blähungen und Völlegefühl, Schmerzen im oberen Bauch, Übelkeit, Appetitlosigkeit, chronischer Verstopfung oder auch Wechsel von Durchfall und Verstopfung. Mediziner fassen all diese Symptome als "Dyspepsie" zusammen, gemeint sind funktionelle, meist nervös bedingte Störungen des Verdauungssystems. Organisch zeigen sich meist keine gravierenden Befunde, allerdings werden gerade die Symptome des Reizmagens leicht chronisch. Flammt eine Magenverstimmung immer wieder auf, kann mit der Zeit eine Gastritis und schließlich ein Magengeschwür daraus werden.
 
Ständige, übermäßige Produktion von Magensäure ist oft der Auslöser eines Magengeschwürs, aber auch harmlosere Magenprobleme gehen meist auf eine Übersäuerung zurück. Die Folge: Sodbrennen, erkennbar am typischen, brennenden Schmerz in der Magengegend bis hin zum Brustbein. Ein Blick auf die Magensäfte verdeutlicht, warum: Im Magen mischen sich Salzsäure und Verdauungsenzyme wie das Pepsin mit dem Speisebrei und zersetzen diesen, ehe er zwei bis vier Stunden später in den Dünndarm gelangt. Arbeitet die Säurefabrik im Magen zu eifrig, etwa infolge von Alkoholkonsum oder zu stark gewürztem Essen, sucht sich die überschüssige Säure ein Ventil. In bestimmten Fällen fließt sie sogar die Speiseröhre hinauf. Dadurch kann zusätzlich eine Speiseröhrenentzündung oder so genannte Reflux-Ösophagitis entstehen.

Darmbakterien unterstützen die Verdauung

Auch der Reizdarm, medizinisch Colon Irritabile, gehört zum Beschwerdebild der Dyspepsie und stellt eine vorwiegend psychosomatische Erkrankung dar, die Frauen häufiger betrifft als Män ner. Menschen mit Reizdarm leiden abwechselnd an Durchfall oder Verstopfung und phasenweise an starken Bauchschmerzen. Oft ist es allerdings schwierig, die Beschwerden von einem "verdorbenen Magen" zu unterscheiden. In jedem Fall muss ein Arzt klären, ob hinter den Symptomen nicht eine akute oder chronische Dickdarmentzündung wie die Colitis Ulcerosa (siehe Kasten) oder eine bakterielle oder virale Darminfektion steckt. Bei der Darmspiegelung zeigt der Reizdarm meist keine gravierenden Auffälligkeiten an der Darmschleimhaut, oft finden sich aber so genannte Divertikel, kleine Ausstülpungen des Darms, in denen sich der Speisebrei ablagert, wodurch Beschwerden entstehen können. Gerade bei älteren Menschen kommen Divertikel häufig vor, mit pflanzlichen Mitteln wie beispielsweise in Wasser aufgelösten Flohsamenschalen sind sie aber meist kontrollierbar. Nur im Extremfall müssen sie operativ behandelt werden.
 
Zur Linderung ihrer Beschwerden empfahl der Arzt Irma M., nach den Mahlzeiten einen Säurehemmer zu nehmen - ein Mittel, das die Bildung überschüssiger Säure im Magen verhindert. Die Therapie mit so genannten Protonenpumpenhemmern gehört zum schulmedizinischen Standard, wenn der Magen "sauer" ist. Sie helfen meist schnell, schwere Erkrankungenwie etwa ein Magengeschwür müssen vor der Behandlung aber ausgeschlossen werden.
 
Langfristig kann jedoch kein Arzneimittel eine Änderung des Lebensstils ersetzen. Eine dauerhafte Besserung ist nur durch eine fettärmere Ernährung, weniger Alkohol und Zigaretten sowie vor allem weniger Stress zu erreichen. Auch auf säurebildende Medikamente wie etwa Aspirin oder Antirheumatika sollte dann verzichtet werden. Anders als beim Reizmagen spielt die Lebensweise beim Reizdarm eine weniger bedeutende Rolle, die typischen Beschwerden wie Blähungen oder Bauchkrämpfe gehen vor allem auf Veranlagung zurück und werden bei seelischen Konflikten verstärkt. Neben entblähenden Medikamenten, Enzympräparaten und Mitteln, die die Darmbewegungen hemmen oder fördern, verschreibt der Arzt auch Darmbakterien wie etwa Laktobazillen, die die Darmflora unterstützen und die Darmfunktion so normalisieren.

Mit Akupunktur die Mitte stärken

Aus Sichtder chinesischen Medizin ist bei Magen-Darm-Erkrankungen die so genannte "Mitte" gestört, jener Bereich, der für die Kontaktaufnahme mit körperfremden Stoffen, also vor allem Nahrungsmitteln steht. Ist das Qi (sprich: tschi) der Milz geschwächt, also die Vitalkraft des Organs, das Chinesen der Mitte zuordnen, kann es zu Verdauungsproblemen und Magenschmerzen kommen. Auch Magen- und Leber-Qi sind zusätzlich oft im Ungleichgewicht, ein chinesischer Arzt wird deshalb Akupunkturpunkte auf den Leitbahnen all dieser Organe nadeln, um so den gestörten Fluss der Energie zu harmonisieren. Eine italienische Studie bestätigte jüngst, dass Akupunktur bei chronischer Dyspepsie genauso wirksam ist, wie eine medikamentöse Therapie: Die chinesischen Nadeln normalisieren die Peristaltik - die Bewegungen des Magens und des Darms - behutsam und ohne die Nebenwirkungen von Arzneimitteln. Begleitend zur Akupunktur rät die chinesische Ernährungslehre, bei Magen- Darm-Problemen stark kühlende und schleimbildende Nahrungsmittel wie Rohkost oder kalte Getränke zu meiden und empfiehlt mehr Gekochtes sowie wärmende Getränke wie Tee. 


 



Von Patient zu Patient


"Glücklich ist gar kein Ausdruck"
Petra Friedrichs (54); pensionierte Reisekauffrau



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Die chinesische Medizin (auch Traditionelle Chinesische Medizin oder abgekürzt TCM genannt) wendet sich den Fragen von Krankheit und Heilen auf ganz andere Weise zu, als unsere westliche Schulmedizin
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