Was ist die DÄGfA

Was ist die DÄGfA: Die älteste deutsche Akupunkturgesellschaft (1951), die sich für ein hohes Niveau in der Ausbildung von Ärzten engagiert.
mehr Info

Wo hilft Akupunktur

Die Wirkung der Akupunktur ist bei unterschiedlichsten Indikationen durch zahlreiche Studien belegt.
mehr Info

Akupunktur hat nicht geholfen?

Ihre Akupunkturbehandlung hat nicht ganz die erwünschte Wirkung zeigt. Das kann folgende Gründe haben:
Mehr Info

Was kostet Akupunktur

Die Kosten liegen bei 30 bis 70 Euro pro Sitzung. In einigen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten teilweise oder sogar ganz.
mehr Info

Ellenbogenschmerzen

Akupunktur, Moxibustion und Laserakupunktur bei Tennisellenbogen und anderen Ellenbogenschmerzen - die wissenschaftliche Studienlage 


Studien Akupunkunktur bei lateralem Ellenbogenschmerz

Die bis jetzt wohl wichtigste Übersichtarbeit (Trinh et al 2004) zum lateralen Ellenbogenschmerz (laterale Epicondylopathie/„Tennisellenbogen“) schließt sechs qualitativ hochwertige Studien mit insgesamt 282 Patienten ein. In allen Studien zeigte sich, dass Akupunktur effektiv in der Behandlung des lateralen Ellenbogenschmerzes ist. In fünf von sechs Studien ist die Akupunktur den Kontrollbehandlungen – zum Teil signifikant – überlegen. Die Behandlungen der Kontrollgruppe waren: gepulster Ultraschall, Akupunktur in der Nähe von bekannten Akupunkturpunkten, oberflächliche Akupunktur an Akupunkturpunkten sowie Stimulation mit einem stiftförmigen Tester, welche den Nadeleinstich simulieren sollte.

Empfehlung der Autoren: die Akupunktur sollte bei der Behandlung des lateralen Ellenbogenschmerzes eine wichtige Rolle spielen.

Unsere Schlussfolgerung: Akupunktur ist effektiv zur Behandlung von Ellenbogenschmerzen

Studie HIER

 

Im Jahr 1998 wurde von dem amerikanischen National Health Insitute (NHI) der Beschluss gefasst, die Akupunktur als Therapieform anzuerkennen. Ein breites Expertenforum fasste alle bis dahin verfügbaren wissenschaftlichen Daten zusammen und beriet über die Wirksamkeit. Sie kamen zu dem Schluss, dass noch viel geforscht werden sollte, aber es klare Hinweise für die Wirksamkeit der Akupunktur bei vielen Diagnosen, unter anderem beim „Tennisellenbogen“, gibt. Diese sogenannte NHI Consensus Conference ist ein Meilenstein in der wissenschaftlichen Forschung und Anerkennung der Wirksamkeit der Methode Akupunktur.

Zusammenfassung: die laterale Epikondylopathie ist eine der frühen wissenschaftlich belegten Indikationen der Akupunktur

Studie HIER

 

Die aktuellste Übersichtarbeit zur Therapie des lateralen Ellenbogenschmerzes mit Akupunktur und Moxibustion (Gadau et al 2014) untersucht 19 sehr unterschiedliche Studien. Bei Moxibustion, kurz auch „Moxa“ genannt, wird meist Beifusskraut (Artemisia Vulgaris) verbrannt und die dadurch entstehende Wärme therapeutisch genutzt.

5 der 19 Studien vergleichen Akupunktur, 3 weitere Moxibustion mit einer Injektion von Kortison (Prednisolon) um die Schmerzreduktion und die Veränderung in der Bewegungsfreiheit bzw. Stärke des Handgriffes zu bestimmen. Akupunktur oder Moxibustion zeigten gleiche bzw. besser Wirksamkeit als die konventionelle Therapie mit Kortisoninjektion.

 

Einige Studien vergleichen Akupunktur plus Moxibustion gegen alleinige Akupunktur und kommen zu dem Schluss, dass die Kombination aus beiden signifikant besser bei lateralen Ellenbogenschmerzen hilft als alleinige Akupunktur. Andere Studien vergleichen Akupunktur zu Minimal-Akupunktur und kommen zu dem Ergebnis, dass Akupunktur besser bei Ellenbogenschmerzen hilft als Minimal-Akupunktur.

Trotz der vielen Patienten in 19 Studien wurden sehr wenig Nebenwirkungen dokumentiert. Leider war die Qualität der untersuchten Studien nicht immer hoch.

Unsere Empfehlung: die Akupunktur hat in der Therapie des lateralen Ellenbogenschmerzes einen wichtigen Stellenwert und kann als Alternative zu Kortisoninjektionen gelten.  Bei entsprechender Indikation sollte die Moxibustion mit in die Therapie einbezogen werden. Die Akupunktur und Moxibustion sind sehr nebenwirkungsarme Therapieformen.

Studie HIER

 

In einer randomisiert kontrollierten Langzeitstudie aus Deutschland (Fink et al 2002) mit 45 Patienten mit chronischem lateralem Ellenbogenschmerz (Epicondylopathie) wird Akupunktur mit invasiver Minimalakupunktur verglichen. Insgesamt bekamen die Patienten 10 Behandlungen, je zwei pro Woche. Gemessen wurde der Schmerz in Ruhe, bei Bewegung und bei Streckung des Gelenks sowie Häufigkeit und Dauer des Schmerzes. Zwei Wochen nach Therapieende war die Akupunkturgruppe signifikant weniger von Schmerzen beeinträchtigt als die Gruppe, die Minimalakupunktur erhalten hatte. Dieser Unterschied war sowohl nach zwei als auch nach 12 Monaten noch vorhanden, allerdings nicht mehr signifikant.

Unsere Schlussfolgerung: Die Akupunktur ist einer Minimalakupunktur an nicht-klassischen Akupunkturpunkten in der Behandlung des chronischen Ellenbogenschmerzes  überlegen– in den ersten Wochen sogar signifikant.

Studie HIER

 

Den Soforteffekt und die Dauer der Schmerzfreiheit nach einer einmaligen Akupunkturbehandlung bei chronischem Ellenbogenschmerz („Tennisellenbogen“) hat eine deutsche Studie (Molsberger und Hille 1994) mit 48 Patienten untersucht. Verglichen wurden die Ergebnisse der Akupunkturgruppe mit einer Kontrollgruppe, deren Patienten zwar die selben Bedingungen der Behandlung hatten, bei denen aber die Nadeln nicht in die Haut gestochen wurden. Die Akupunkturgruppe gab nach der Behandlung eine signifikante Schmerzreduktion von 55,8% an, womit das Ergebnis der der Kontrollgruppe von 15,0% weit übertroffen wurde. Die Dauer die Schmerzfreiheit der Akupunkturgruppe betrug im Durchschnitt 20,2 Stunden, in der Kontrollgruppe hingegen 1,4 Stunden. Auch dieses war ein signifikanter Unterschied.

Unsere Schlussfolgerung: Auch einmalige Akupunktur hat einen signifikanten und sofortigen Effekt bei chronischem Ellenbogenschmerz und sollte zu dessen Therapie eingesetzt werden.

Studie HIER

 

Eine kleine randomisiert kontrollierte, einfach verblindete Studie (Tsui 2002) vergleicht bei lateralem Ellenbogenschmerz („Tennisellenbogen“). an 20 Patienten die Ergebnisse von Akupunktur mit manueller Stimulation mit Elektrostimulationsakupunktur nach einer zwei wöchigen Wartezeit ohne Therapie. In jeder der beiden Therapiegruppe wurde innerhalb von 2 Wochen sechs Mal behandelt. Beide Gruppen erhielten die selbe Auswahl von Akupunkturpunkten. In dieser wirklich kleine Studie zeigte sich, dass die Elektroakupunktur den Schmerz signifikant mehr reduziert als die manuell-stimulierte Akupunktur. Beide Therapieformen konnten signifikant die Schmerz stärker reduzieren und die Kraft des Handgriffes stärker verbessern als die abwartende Haltung vor der Therapie (Besserung nach 2 Wochen: Kontrollgruppe: 5%, manuelle Akupunktur: 32%, Elektrostimulationsakupunktur (ESA): 50%)

Unsere Empfehlung: Nicht nur die manuell-stimulierte Akupunktur sondern auch Elektroakupunktur sollte bei beim lateralen Ellenbogenschmerz eine Therapieoption sein.

Studie HIER


Eine Übersichtsarbeit (Trudel et al 2004) hat verschiedenste konservative Therapieformen zur Behandlung der lateralen Epikondylitis (Ellenbogenschmerzes) untersucht. Es wurden 23 Studien in diese Übersichtsarbeit aufgenommen. Die Autoren kamen zu dem Schluss dass unterschiedliche Therapieformen sinnvoll für die Behandlung von Ellenbogenschmerzen sein können. Dazu gehören Akupunktur, Physiotherapie, Iontophorese mit Dicofenac, Phonophoresis (Ultraschallwellen werden genutzt, auf die Haut aufgetragene Schmerzmittel besser aufzunehmen) und Ultraschall. Als nicht effektiv wurde Lasertherapie (die aber nicht immer an Akupunkturpunkten durchgeführt wurde) und gepulste elektromagnetische Therapie beschrieben.

Unsere Schlussfolgerung: Die Akupunktur wird auch in dieser Übersichtsarbeit als wirksame Therapie bei seitlichem Ellenbogenschmerz beschrieben

Studie HIER

 

Studien Schmerz und Bewegungseinschränkung bei Epikondylopathie

Eine Übersichtsarbeit (Bjordal et al 2008) vergleicht 13 Studien zur Lasertherapie an Akupunkturpunkten mit verschiedenen Frequenzen zur Therapie von Schmerz und Bewegungseinschränkung bei Epikondylopathie . Die optimale Laserfrequenz scheint 904nm und eventuell auch 632nm zu sein. Es kommt zu kurzfristigen Schmerzerleichterung und geringerer Bewegungseinschränkungen des Ellenbogen. Dieses gilt sowohl bei alleiniger Lasertherapie als auch in Kombination mit körperlichen Übungen. Es wurden über keinen schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet.

Empfehlung: Die Laserakupunktur ist kurzfristig wirkungsvoll in der Therapie von Schmerzen und Bewegungseinschränkung des Ellenbogen. Sie ist sehr nebenwirkungsarm.

Studie HIER

 

Studien Laserakupunktur bei Epikondylopathie

Eine Übersichtsarbeit (Chang et al 2010) untersucht die Wirkung von Laserakupunktur bei seitlichem Ellenbogenschmerz (laterale Epicondylitis/“Tennisellenbogen“). In den zehn untersuchten Studien (gesamte Patientenzahl: 449) wurden zum Teil Laser auf schmerzhafte Muskelpunkte (sog. Triggerpunkte), zum Teil auf klassische Akupunkturpunkte oder auf beide Punkte appliziert. Dabei konnte gezeigt werden, dass nach der niedrigfrequenten Laserakupunktur der Schmerz sowohl direkt nach der Behandlung als auch bei den Nachuntersuchungen (zwischen 3 und 12 Monaten) gelindert war. Diese Therapie reduzierte außerdem signifikant die Bewegungseinschränkung und verbesserte signifikant die Stärke des Händedrucks und die funktionelle Stärke der Muskeln (Gewicht heben: 1 bis 4kg).

Schlussfolgerung: Die Therapie mit Laser auf Akupunkturpunkten und auf schmerzhaften Muskelpunkten bessert kurz-und langfristig den seitlichen Ellenbogenschmerz und die Funktion des betroffenen Armes langfristig.

Studie HIER


Studien Akupunktur bei Epikondylitis

Eine Studie zu Ellenbogenschmerzen (Epicondylitis) mit 86 Patienten (Li et al 2014) vergleicht die Wirkung von Elektroakupunktur plus Massage plus Injektion u.a. von einem lokalen Betäubungsmittel (Lidocain 2%) mit alleiniger Injektion in die besonders schmerzhaften Bereiche am Ellenbogen. Beide Methoden zeigen eine deutliche Verbesserung direkt nach der Behandlung und nach 6 Monaten. Nach 12 Monaten gibt die Gruppe, die mit Elektroakupunktur behandelt wurde noch die gleiche Schmerzreduktion an wie direkt nach der Therapie. Allerdings sind die Schmerzen nach 24 Monaten in beiden Gruppen wieder gleich stark und entsprechen dem Ausgangswert vor der Therapie. Zwischen beiden Gruppen zeigen sich somit nur bei der Messung nach 12 Monaten Unterschiede auf der Schmerzskala. Leider ist die Studie methodisch nicht besonders gut.

Unsere Schlussfolgerung: laut dieser nicht sehr aussagekräftigen Studie ist die Behandlung mit Elektroakupunktur plus Massage plus Injektion nicht besser als nur Injektion bei Ellenbogenschmerzen. Zudem hält der Effekt nicht dauerhaft an.

Studie HIER

 

Suchstrategie:

Keywords: acupuncture AND (epicondylitis OR lateral ellbow pain OR tennisellbow)

Filter: RCT, Review, 5 years, 10 years

Direct Search: NIH (National Institute of Health); Trinh et al.

Basic Source: Literaturliste des WIssZ (online: www.daegfa.de)

Autoren: Stör J; Fleckenstein J; Stör W

Korrespondenzadresse: wissenschaftszentrum@daegfa.de



 Zurück

ARZT-SCHNELLSUCHE

Finden Sie eine/n erfahrene/n
Akupunkturarzt/ärztin in Ihrer Nähe.

PLZ:
>Erweiterte Suche

Chinesische Medizin

Die chinesische Medizin (auch Traditionelle Chinesische Medizin oder abgekürzt TCM genannt) wendet sich den Fragen von Krankheit und Heilen auf ganz andere Weise zu, als unsere westliche Schulmedizin
Mehr