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Frauenleiden

Im Wechselbad der Hormone

Sie sind eine Welt für sich und noch immer konnte die Medizin sie nicht völlig enträtseln: die weiblichen Hormone. Schon kleine Schwankungen können massive Auswirkungen haben. Besonders vor und während der Regel, in den Wechseljahren und in der Pubertät können die Hormone ganz schön Unruhe stiften - doch Vorsicht mit Medikamenten und Hormonpräparaten! Sanfter reguliert die Akupunktur die weiblichen Hormone, ohne in deren sensibles Zusammenspiel einzugreifen.

Ein normaler Tag in der Praxis einer Hamburger Gynäkologin. Fünf Frauen sitzen im Wartezimmer, darunter die 27-jährige Goldschmiedin Lisa M., die 34-jährige Frisöse Anna V. und Karin S., 51, Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. So unterschiedlich die Frauen sind, der Anlass, der sie an diesem Nachmittag in die Praxis führt, ist der Gleiche: Ihre Hormone scheinen verrückt zu spielen. "Mein Zyklus ist völlig aus dem Ruder!", erzählt Lisa M. "Mal dauert er nur 23 Tage, dann 33. Ich kann mich gar nicht mehr darauf einstellen! Vielleicht hat es damit zu tun, dass mit meinem Freund Schluss ist? Jedenfalls geht es mit meiner Regel seitdem drunter und drüber!"

Über unregelmäßige Blutungen kann sich Anna V. nicht beklagen. Im Gegenteil: "Nach meiner Periode kann ich die Uhr stellen!", scherzt die Frisöse. Ebenso pünktlich stellen sich aber auch die Beschwerden ein, die Anna V. wie rund ein Drittel aller Frauen jeden Monat aufs Neue plagen: Anna V. leidet am prämenstruellen Syndrom, kurz PMS, das erst in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung auftritt und dessen Ursache die Medizin bislang noch immer nicht kennt. "Nach dem Eisprung", sagt Anna V., "ist bei mir nichts wie vorher: Meine Brüste schwellen an, mein Bauch ist aufgedunsen, oft kriege ich auch noch Pickel. Und außerdem habe ich einen beängstigenden Appetit!"

Die Beschwerden der Tage vor den Tagen gehen vermutlich auf ein Ungleichgewicht der Hormone zurück, wie dies auf ganz andere Weise auch beim klimakterischen Syndrom der Fall ist, den mit den Wechseljahren verbundenen Leiden. Karin S. kann ein Lied davon singen: "Seit kurzem habe ich Hitzewallungen und Schweißausbrüche!", klagt die 51- Jährige. "Die überfallen mich aus heiterem Himmel. Ich schlafe schlecht, bin andauernd erschöpft und meine Blutungen sind viel schwächer als früher und kommen, wann sie wollen!"

Die Regel hält sich nicht immer an die Regeln

Was Lisa, Anna und Karin zu schaffen macht, ist die enorme Wirkung der Sexualhormone, biochemischer Substanzen, die nur in kleinsten Mengen im Körper produziert werden und die den weiblichen Zyklus, das körperliche Befinden und die sexuelle Lust bestimmen. Die wichtigen Zyklushormone Östrogen, Progesteron, FSH und LH (s. Kasten) werden in den Eierstöcken bzw. der Hypophyse gebildet, der Hirnanhangdrüse im Zwischenhirn, die auch die Funktion der Eierstöcke steuert.

Stress, Extremsport, radikale Diäten sowie starkes Unter- oder Übergewicht können den sensiblen und hochkomplizierten Regelkreis der Hormone durcheinander bringen. Der Körper reagiert darauf prompt: Das Allgemeinbefinden leidet, die Monatsblutung gerät aus dem Takt, der Eisprung kommt zu früh, zu spät oder gar nicht. Letzteres tritt gerade bei jungen Mädchen und älteren Frauen gehäuft auf, deren Hormonsystem noch nicht oder nicht mehr stabil ist. Die Folge sind Zyklusstörungen: zu lange, mehr als 35 Tage dauernde Zyklen, die Mediziner als Oligomenorrhö bezeichnen, oder stark verkürzte Zyklen von weniger als 25 Tagen, die Polymenorrhö. Auch die Intensität der Blutung kann sich verändern. Während sehr leichte Blutungen selten als störend empfunden werden, sind außergewöhnlich starke Blutungen, die Hypermenorrhö, für die betroffenen Frauen sehr belastend. Infolge des Blutverlusts kommt es zudem zu Müdigkeit, Kreislaufschwäche und Schwindel.

Schuld sind nicht immer Hormonschwankungen: Auch Polypen oder Myome, eigentlich harmlose Geschwüre der Gebärmuttermuskulatur sowie Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut stecken oft hinter einer zu starken Blutung. Schilddrüsenstörungen sowie Entzündungen der Gebärmutter oder der Eierstöcke können ebenfalls die Ursache sein.

Hormone bestimmen unser Wohlbefinden

"Zyklusstörungen gehören zum täglich Brot einer Frauenarztpraxis", sagt die Hamburger Gynäkologin. "Doch die mit Abstand meisten Patientinnen kommen, weil die Regel unerträgliche Schmerzen bereitet!". Dysmenorrhö, eine schmerzhafte Monatsblutung, ist die häufigste Störung bei Frauen. Mehr als ein Drittel der Betroffenen nehmen deshalb regelmäßig Schmerzmittel ein. Vermutlich entstehen die Schmerzen durch ein Ungleichgewicht im Stoffwechsel des Prostaglandin, eines Gewebehormons, das unter anderem in der Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird.

"Das kannte ich früher auch", erzählt Karin S., "aber jetzt ist es vorbei mit diesen entsetzlichen Krämpfen!" Das sei aber so ziemlich der einzige Vorteil, den sie durch die Wechseljahre habe, scherzt die 51-Jährige. Sie leidet jetzt zwar nicht mehr an Regelschmerzen, dafür aber an den typischen Beschwerden des "Wechsels", vor allem Schlafstörungen und Hitzewallungen.

Hormone sind auch hier die Ursache: Durch die nachlassende Aktivität der Eierstöcke werden weniger Östrogen und Progesteron produziert, der Mangel führt - übrigens nicht bei allen Frauen - zu mehr oder weniger ausgeprägten Symptomen. Bei Progesteronmangel etwa kann es zu unregelmäßigen Zyklen und Gewichtszunahme kommen, ein Östrogenmangel äußert sich in Hitzewallungen, Gelenkschmerzen, trockenen Schleimhäuten, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck.

Ob Zyklusstörungen, PMS oder Wechseljahrprobleme - Frauenärzte behandeln häufig mit Hormongaben, sofern die Beschwerden nicht organisch bedingt sind und pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer nicht helfen. Die Hamburger Frauenärztin verschreibt sogar immer wieder die Antibabypille. Der Grund: Durch die Unterdrückung des Eisprungs und der damit verbundenen hormonellen Abläufe entstehen viele Beschwerden erst gar nicht. Für Frauen mit Kinderwunsch kommt dies freilich nicht in Frage.

Auch der Nutzen einer Hormonersatz-Behandlung in den Wechseljahren ist umstritten, nicht zuletzt wegen Risiken wie einer erhöhten Thromboseneigung. Die Therapie kann aber bei starken Beschwerden durchaus sinnvoll sein. Alternativen bei leichteren Symptomen sind pflanzliche Mittel wie Traubensilberkerze oder Sojapräparate - beide enthalten pflanzliche Östrogene, so genannte Phytoöstrogene, die zumindest den Östrogenmangel lindern können.

Ins hormonelle Gleichgewicht kommen

Vor allem aber hat sich die Akupunktur bei den genannten und anderen weiblichen Leiden bewährt - so auch bei Beckenschmerzen und Erbrechen in der Schwangerschaft oder in der Geburtshilfe. Wie alle Erkrankungen betrachtet die Chinesische Medizin auch hormonell verursachte Frauenleiden als Ausdruck einer Blockade des Qi (sprich: tschi), der im Körper fließenden Lebensenergie. Bei Beschwerden rund um das "außerordentliche Palastorgan" - wie die Chinesen die Gebärmutter nennen - stimuliert der Akupunkteur verschiedene Punkte, um die Energie der Eierstöcke und der Gebärmutter zu stärken. Einige Punkte am Ohr wirken direkt auf das vegetative Nervensystem und die Sexualhormone. Die aus der Balance geratenen Hormone können sich dadurch normalisieren. "Für mich ist die Akupunktur eine wunderbar natürliche und effektive Hilfe bei den manchmal ganz schön komplizierten Beschwerden von uns Frauen!", schwärmt die Hamburger Ärztin über die Erfahrungen in ihrer Praxis. 



Von Patient zu Patient

"Der ganze Körper kommt zur Ruhe"
Nicola Furchner (44); Bankkauffrau


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