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Geschichte der Akupunktur in China

Blasen_Leitbahn_antike_DarstellungDie Akupunktur entwickelte sich auf der Grundlage der Erfahrung, dass die Einwirkung spitzer Gegenstände auf den Körper Beschwerden lindern kann. Die Systematisierung dieser Beobachtung erfolgte während der Zeit der Streitenden Reiche (475-221 v. Chr.), zur Zeit der Qin (221-206 v. Chr.) und Han (206 v.-220 n. Chr.) unter dem Einfluss der sich verbreitenden Naturphilosophie mit den Grundtheorien der Yin-Yang- und der 5-Wandlungsphasen-Lehre. Im Grab von Mawangdui (168 v. Chr.) finden sich neben Texten zu einer Dämonenmedizin systematische Beschreibungen von Krankheiten mit Symptomen, Ursachen und Therapiehinweisen. Letztere lassen eine anspruchsvolle Arzneikunde erkennen.


Dünndarm_Leitbahn_antike_DarstellungDie damaligen wie heutigen Grundvorstellungen der chinesischen Akupunktur beziehen sich stark auf eine Monographie aus der Han-Zeit, die unter dem Titel „Huangdi Neijing“ (Leitfaden des Gelben Ahnenherrschers, Innerer Band) bekannt ist. Der Teil „Suwen“ (elementare Fragen) wurde in der heute zugänglichen Version von Wang Bing zusammengestellt, ergänzt, kommentiert und etwa im Jahr 775 n. Chr. fertig gestellt. Er enthält die immer noch gültigen Vorstellungen der chinesischen Akupunktur zu Physiologie und Pathologie. Der auf mehrere unbekannte Autoren zurückgehende Teil „Lingshu“ (Achse aller Wunderwirkungen) enthält Anleitungen zur Praxis der Akupunktur und Moxibustion.

3-Erwärmer_antike_DarstellungHistorisch entwickelte sich die Akupunktur in China zum Teil unabhängig von der Kräuterheilkunde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatten westliche Mächte mit Waffengewalt den Zugang zu den chinesischen Märkten erzwungen und den ersten (1839-1842) und zweiten Opiumkrieg (1856-1860) geführt. Westliche Medizin und Wissenschaft wurden vor allem in den Städten mehr und mehr angewandt. Es gab Überlegungen, die traditionelle Medizin schließlich grundsätzlich abzuschaffen. Nach der Gründung der Volksrepublik China 1949 kam es unter Mao Zedong zu einer staatlich vorangetriebenen Gegenbewegung. Er wollte die ländliche Bevölkerung des riesigen Reiches bei begrenzten Mitteln trotzdem ärztlich versorgen. Er trieb Pflege und Kontrolle der althergebrachten Heilkunst, die gerade in der ländlichen Bevölkerung verbreitet war, wieder voran. Neue Hochschulen für die chinesische Medizin wurden gegründet. Sie vermitteln die überlieferte Heilkunde im Rahmen eines einheitlichen Theoriesystems und haben jeweils eigene Fachbereiche für Akupunktur und Moxibustion, Qi Gong, Ernährungslehre und Grundlagenforschung. Mit den „Barfußärzten“ – in Kurzlehrgängen ausgebildeten Medizinpraktikern – wurde die medizinische Versorgung flächendeckend organisiert. Neue Hochschulen für die chinesische Medizin wurden gegründet. Sie vermitteln die überlieferte Heilkunde im Rahmen eines einheitlichen Theoriesystems und haben jeweils eigene Fachbereiche für Akupunktur und Moxibustion, Qi Gong, Ernährungslehre und Grundlagenforschung.

1972 besuchte Richard Nixon als 1. amerikanischer Präsident die Volksrepublik China. Die in Medien verbreiteten Bilder einer für den US-Präsidenten inszenierten Akupunktur-Show weckten das Interesse der Wissenschaft. Im Vorfeld des Staatsbesuches begleitete der Journalist James Reston die amerikanische Tischtennismannschaft und erlitt dort eine Appendizitis. Auf der Titelseite der New York Times vom 26. Juli 1971 berichtete er von seinen Erfahrungen der erfolgreichen postoperativen Schmerzstillung mit drei Akupunkturnadeln.

In den 1990er-Jahren wurde die Chinesische Arzneimitteltherapie CAT als Wirtschaftsfaktor erkannt, und zum besseren „Export“ standarisiert. In vielen Schulen wurden spezielle Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen. Im China des 20. Jahrhunderts wurde die Anwendung der Akupunktur zur Schmerzstillung bei operativen Eingriffen entwickelt sowie experimentell und klinisch erforscht. Das Verbreitungsgebiet der TCM umfasst den gesamten ostasiatischen Raum, insbesondere Vietnam, Korea und Japan. Auf dieser Grundlage entwickelten sich spezielle Varianten in diesen Ländern. Besonders bekannt ist die japanische Kampo-Medizin.


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