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China-Hospitation Tianjin 2014

Fantastische zweieinhalb Wochen im Reich der Mitte: die China-Hospitation der DÄGfA im Juni 2014 nach Tianjin, das rund zwei Autostunden von beijing entfernt liegt.

von Nina Klützke

Im Ersten Lehrkrankenhaus der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in Tianjin nahmen wir vormittags an der Patientenversorgung teil. Nachmittags erhielten wir Unterricht von chinesischen Professoren – teils theoretisch, teils praktisch – zu den unterschiedlichsten Themen. Alles simultan übersetzt von Dr. Hammes, der durch seinen langjährigen Aufenthalt in China und seine jahrzehntelangen Kontakte dorthin nicht nur die Sprache perfekt beherrscht, sondern auch ständig Hintergrundwissen über Kultur und Geschichte einfließen lässt. Ganz zu schweigen von den Insider-Plätzen, zu denen er uns führte, die Touristen wohl üblicherweise verborgen bleiben.



Die Professoren, denen wir bei der Arbeit zusehen durften, sind so unterschiedlich wie ihre Nadeltechniken: von extrem in der Oberfläche liegenden Nadelungen – bei der die Nadel an der Haut haften bleibt und herunterhängt, aber ein extrem starkes De Qi ausgelöst wird (selbst erprobt!) – bis zu ausgeprägten Tiefnadlern war alles vertreten. Als häufigste Krankheitsbilder wurden Schlaganfälle und Fazialisparesen behandelt; dieses in der Regel täglich.


Das Behandlungssetting mutete zunächst ausgesprochen befremdlich an: In einem ca. 60 Quadratmeter großen Raum befanden sich rund zehn Behandlungsliegen, von Vorhängen getrennt, außerdem der Schreibtisch des Arztes sowie einige Holzhocker, auf denen Patienten und Angehörige zur Behandlung (falls eine Behandlung im Liegen nicht unbedingt nötig ist) oder Untersuchung (Puls- und Zungendiagnose) Platz nahmen. Die Tür zum Ambulanzflur, auf dem der „Nachschub“ wartete, stand selbstverständlich ständig offen. Es ist absolut gängig, dass alle Anwesenden mithören, was besprochen wird – dies stößt niemandem merkwürdig auf, sondern scheint eher als therapeutisches Mittel eingesetzt zu werden: Die Patienten unterhalten sich vor oder während der Behandlung über ihre Beschwerden und die Fortschritte, die bereits erzielt wurden.


Schon am ersten Tag in China, in Peking (beijing), erlebten wir die Gegensätze dieses Landes: Direkt nach der Ankunft fuhren wir hinauf in die Duftberge und besuchten den ersten Tempel – seine meditative Stille ließ uns die Anstrengung des Langstreckenfluges vergessen.


Zurück in beijing, hatten wir erstmals Gelegenheit, die sensationelle chinesische Küche zu kosten: auf einem großen runden Tisch, um den alle 14 von uns Platz fanden, eine große runde Drehscheibe, auf der 14 + 1 chinesische Gerichte serviert wurden. Jeder bediente sich von dem, was er mag. Dazu gab es typisch chinesischen Pflaumensaft, der süß und etwas herb und rauchig schmeckt.


Als eines der Highlights haben wir dieses Jahr in einem Hotel im Hutong-Viertel von beijing übernachtet. Hutongs sind die traditionellen engen Gassen, die meist nur einstöckig bebaut sind. Hier empfing uns eine grandiose Innenarchitektur – hauptsächlich in Rot, in Anlehnung an „ Der Traum der roten Kammer“ von Cáo Xuěqín, einem der berühmtesten klassischen Romane Chinas.

Überall wurden wir aufs Freundlichste empfangen. Konnte man dann noch die chinesische Begrüßung ni hao („Du gut“) anbringen, folgte schnell eine Unterhaltung mit Hand und Fuß.





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