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Eine therapeutische Brücke zwischen Ost und West schlägt die "Neue Schädelakupunktur" des japanischen Arztes Dr. Yamamoto. Sie verbindet das ostasiatische Körperbild mit dem unserer Schulmedizin und hilft so ganzheitlich und dauerhaft bei einer Vielzahl von Beschwerden.
Ein Reha-Zentrum im Allgäu. Traumhaft liegt die Klinik inmitten von Bergen und kleinen Seen. Seit vier Wochen ist Marco Pozzi hier, um langsam wieder die Fäden zurück in ein normales Leben zu knüpfen. In der Klinik,die auch asiatische Heil-methoden einsetzt, lernt er wieder zu gehen, Hände und Arme zu bewegen. Nach seinem zweiten Schlaganfall hatten die Ärzte dem 55-jährigen ein Leben im Rollstuhl prophezeit. Doch es kam anders: "Es piekste ungefähr so wie Wespenstiche!", schildert der Musiklehrer seine erste Schädelakupunktur. Vier Nadeln hatte der Akupunkteur ihm im Bereich des Haar-ansatzes gesetzt. "Dann", so fährt Marco Pozzi sichtlich aufgewühlt fort, "forderte er mich auf, aus dem Rollstuhl aufzustehen und zu laufen. Und ich, bis dahin völlig bewegungsunfähig, stand auf und lief mit Hilfe der Kranken-schwester 10 Meter weit!" In den folgenden Wochen wurde Marco Pozzi täglich nach der Yamamoto- Methode am Kopf akupunktiert - jetzt kann er wieder selbständig gehen und Schritt für Schritt den Alltag bewältigen.
Den Schmerz ausschalten Vor rund 30 Jahren entdeckte der japanische Chirurg und Gynäkologe Dr.Toshikatsu Yamamoto bestimmte Punkte an Stirn und Schläfen, deren Nadelung heilend auf Störungen des Bewegungsapparats und des Zentralen Nervensystems wirkt. Die Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA) war geboren und wurde von ihrem Schöpfer, der heute ein angesehenes, neurologisches Reha- Zentrum in Japan betreibt, seither immer weiter entwickelt. Sie basiert auf der alten, östlichen Vorstellung, dass sich in jedem einzelnen Teil unseres Körpers der ganze Mensch widerspiegelt. Ähnlich wie der Akupunkteur im Ohr den menschlichen Organismus im Miniformat erkennt, entsprechen die Yamamoto-Punkte am Kopf der Wirbelsäule, den Hüften, den Gesichtsnerven usw. Stellvertretend für diese Organe werden sie therapiert. Gerade bei chronischen Schmerzen wirkt die Yamamoto-Methode ausgezeichnet. Eine deutsche Studie zeigte, dass bei 80 bis 90 Prozent der behandelten Schmerzpatienten schon nach einer einzigen Nadelung die Beschwerden anhaltend gelindert oder ganz verschwunden waren. Die YNSA, so vermuten Experten, kann,was herkömmliche Schmerzmittel nicht können: Schmerzen aus dem Schmerzgedächtnis löschen.
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