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Kopfschmerz und Akupunktur


Die Hölle im Kopf

Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit. Junge und Alte, Frauen, Männer und Kinder,
Arme und Reiche, Sportler und Künstler - niemand ist vor den Attacken sicher. Der Griff
zu Tabletten ist einfach - aber nicht ohne Nebenwirkungen. Die sind bei Akupunktur
nicht zu befürchten.

                              
Wenn es doch bloß aufhören würde - dieses Bohren, Hämmern, Dröhnen an den Schläfen oder unter der Schädeldecke! Bei manchen Menschen geht dieser Wunsch in Erfüllung, denn ihre Kopfschmerzen sind die Begleiterscheinungen einer Erkrankung, z.B. einer Erkältung. Ist die vorbei, sind auch die Kopfschmerzen weg. Bei vielen aber bleibt der Schmerz oder er verschwindet nur vorübergehend, dann ist er wieder da. Jeder dritte Bundesbürger leidet unter chronischen Kopf- Schmerzmittel werden Jahr für Jahr verkauft.



Teufelskreis Schmerzmittel

Was viele nicht wissen:Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln verursacht Kopfschmerzen! Wer an mehr als zehn Tagen im Monat oder immer wieder an mehr als drei Tagen hintereinander Tabletten einnimmt, kann den so genannten medikamenten-induzierten Kopfschmerz bekommen. Das ist meist ein dumpf-drückender Dauerschmerz, der bereits beim Erwachenvorhanden ist und den ganzen Tag anhält. Ursache ist eine Veränderung in der Schmerzwahrnehmung. Die Rezeptoren an den Nervenzellen, auf die ständig Medikamente einwirken, reagieren nach einer Weile weniger sensibel, so dass die körpereigenen Schmerzfilter nicht mehr richtig gesteuert werden und ständig "Schmerz" an das Bewusstsein melden. Alle Schmerzmittel können zu dieser Kopfschmerzform führen. Patienten, die darunter leiden, brauchen unbedingt einen Facharzt, der die passende Behandlungsmöglichkeit empfiehlt.

Alternative: Akupunktur

Diese Nebenwirkung der Schmerzmittel kann man mit Hilfe der Akupunktur verhindern und den Teufelskreis dadurch unterbrechen. In mehreren großen Studien ist die Wirksamkeit der Akupunktur gerade bei Kopfschmerzen nachgewiesen worden. Wo
Schulmediziner oft nicht weiter wissen, arbeiten Ärzte,die Chinesische Medizin (CM) und Akupunktur praktizieren, sehr erfolgreich.

Nach Vorstellung der CM sind Kopfschmerzen auf eine Stauung oder Blockade der Lebensenergie Qi (sprich: Tschi) in den Yang- Meridianen des Kopfes zurückzuführen. Die Blockaden und damit die Schmerzen beruhen meist auf einer inneren Störung der Organe und Meridiane, nur selten auf äußeren Einflüssen durch Wetterfaktoren wie Wind und Kälte.

Um den Kopfschmerz richtig einzuordnen und eine entsprechende Therapie einzuleiten, zieht der Arzt auch schulmedizinische Diagnosemethoden heran. Er bittet seinen Patienten, ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Aus den Aufzeichnungen lässt sich erkennen, ob die Schmerzen bei bestimmten Anlässen auftauchen - etwa bei Stress im Job - oder vielleicht auch nach dem Genuss von Schokolade, Käse oder Rotwein.

Bei der körperlichen Untersuchung achtet der Arzt außerdem auf die Augen und auf die Kopfund Halsregion. Mitunter sind Zusatzuntersuchungen zum Ausschluss organisch bedingter (sekundärer) Kopfschmerzformen notwendig.

Fülle- aber auch Schwächestörungen können Grund für die Beschwerden sein. Füllestörungen überwiegen meist. Ihr Kennzeichen: intensiver Kopfschmerz mit
starkem Spannungsgefühl, pochenden Schmerzen und dem Gefühl  "der Kopf könnte platzen".

Bei Schwächestörungen sind die Kopfschmerzen dumpf, häufig in Verbindung mit Benommenheit und anderen allgemeinen Schwächesymptomen, wie z.B. Müdigkeit, Erschöpfungsgefühl, Schwindel oder niedrigen Blutdruck.

Der Akupunktur - Arzt setzt die Nadeln auf die entsprechenden Punkte der Meridiane.
Er behandelt aber nicht nur die oberflächliche Schicht, also die Blockaden der Meridiane, sondern berücksichtigt auch die tiefe Ebene des Störungsmusters in den Organen.

Meist wird zweimal in der Woche therapiert. Im Durchschnitt sind etwa 15 Behandlungen erforderlich. In extremen Einzelfällen kann es erst nach 30 bis 40 Behandlungen zu einer dauerhaften Besserung kommen. Im therapiefreien
Intervall von 10-14 Tagen nach der ersten Behandlungsserie wird geprüft, ob die Kopfschmerzen sich gebessert haben und ob eine zweite Behandlungsserie sinnvoll ist. Drei Monate nach Beendigung der Therapie sollte eine Auffrischungsbehandlung
mit drei bis vier Akupunktursitzungen erfolgen, um den Langzeiterfolg zu sichern.




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