Was ist die DÄGfA

Was ist die DÄGfA: Die älteste deutsche Akupunkturgesellschaft (1951), die sich für ein hohes Niveau in der Ausbildung von Ärzten engagiert.
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Wo hilft Akupunktur

Die Wirkung der Akupunktur ist bei unterschiedlichsten Indikationen durch zahlreiche Studien belegt.
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Akupunktur hat nicht geholfen?

Ihre Akupunkturbehandlung hat nicht ganz die erwünschte Wirkung zeigt. Das kann folgende Gründe haben:
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Was kostet Akupunktur

Die Kosten liegen bei 30 bis 70 Euro pro Sitzung. In einigen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten teilweise oder sogar ganz.
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Nikotin und Esssucht

Der sanfte Weg aus der Abhängigkeit

Dass wir zu viel essen und rauchen, beklagen Gesundheitsexperten seit langem - die Lust am 'blauem Dunst' und mancher Ernährungssünde hat uns das bislang nicht verdorben. Nichts gegen Gaumenfreuden oder die genüßliche Zigarette zum Kaffee! Solange daraus keine schädliche Gewohnheit oder gar Sucht wird: Fast jeder starke Raucher begann als "Gelegenheitsraucher", Ess-Sucht wird oft als "gesunder Appetit" verkannt. Abhängigkeit zu überwinden, ist kein Kinderspiel - die Akupunktur hilft sanft, die Fesseln der Sucht zu lösen.


Die Frau ist hübsch. Aber viel zu dick. Ihr Body Mass Index (BMI), ein nach einer Rechenformel ermittelter Wert, der besagt, ob ein Mensch normal- oder unter- bzw. übergewichtig ist, liegt bei strammen 30,3. Kein gesunder Befund für die junge Frau mit den rehbraunen Augen: Der hohe BMI attestiert ihr,dass sie an Adipositas leidet, Fettleibigkeit. Die Frau, Monika B., ist 34 Jahre alt, 165 groß. Und 82 kg schwer! Wegen ihres unkontrollierten Essens wird sie seit kurzem psychotherapeutisch behandelt und dazu zweimal wöchentlich akupunktiert. Ihr Psychotherapeut wendet die chinesische Methode seit vielen Jahren bei seelischen Erkrankungen an, besonders erfolgreich bei Angststörungen, Depressionen und Abhängigkeitsproblemen wie Ess- oder Nikotinsucht. Auch Monika B. hofft auf die Zweifachtherapie gegen ihr krankhaftes Essverhalten. "Ich muss stets hungrig zur Akupunktur kommen", sagt sie, "weil der Doktor die behandlungsbedürftigen Punkte so besser finden kann. Mit leerem Magen das Haus verlassen - das ist extrem schwierig für mich!"

Schon unzählige Male hat Monika B. versucht, "normal" zu essen. Diäten,gute Vorsätze und alle möglichen Tricks zur Selbstdisziplinierung - nichts brachte der arbeitslosen Frisöse Erfolg. Beim erstbesten, seelischen Tief brachen ihre Vorhaben stets zusammen und Monika B. suchte Trost: bei Kuchen, Pralinen und anderen Lieblingsspeisen. "Richtigen Hunger habe ich eigentlich nie", gesteht sie, "komisch - trotzdem werde ich niemals satt. Gerade, wenn es mir schlecht geht, stopfe ich alles in mich rein!"

Sucht wurzelt oft in der Kindheit

Behutsam setzt Monika B.s Therapeut seiner Patientin hauchdünne Nadeln - am inneren und äußeren Rand der Ohrmuschel sowie an der Außenseite der Hand. Es piekst ein wenig, Monika B. spürt ein Stechen, an dem ihr Arzt erkennt, dass er die richtigen Stellen, die "Suchtpunkte" gefunden hat: den so genannten Hungerpunkt, den Angstpunkt, den Anti-Aggressionspunkt, den Frustrationspunkt... Es sind überwiegend dieselben Punkte, die der Psychotherapeut auch bei Rauchern zum Nikotinentzug nadelt: Über die Stimulation des Hungerpunkts etwa wird nicht nur der Appetit bei Ess-Süchtigen reguliert, sondern auch der "Suchthunger", das Verlangen nach Nikotin und anderen Suchtstoffen. Die Ohrakupunktur-Diagnostik verrät dem Arzt außerdem, warum ein Patient süchtig raucht, also mehr als nur "ab und zu zum Genuss", oder wie Monika B. zu viel isst: Futtert die Patientin aus Nervosität oder aus Niedergeschlagenheit? Kompensiert sie über das Essen Frustrationen oder Stress? Will Sie Aggressionen "wegessen", anstatt sie abzureagieren?

Hinter süchtigem Verhalten sehen Psychologen meist tiefsitzende, psychische Schäden wie Depressionen und autoaggressive, also selbstzerstörerische Tendenzen. Nicht selten gehen die auf seelische Verletzungen in der Kindheit zurück, etwa eine zu strenge, lieblose Erziehung oder mangelnde Anerkennung seitens der Eltern. "Solche Defizite" erklärt Monika B.s Therapeut, "können zu Ich-Schwäche und unrealistischer Selbsteinschätzung führen, vor allem aber zu der Unfähigkeit, Probleme zu bewältigen." Auch Monika B. hat als Kind nicht gelernt, mit Schwierigkeiten umzugehen. Schon kleinere Konflikte erzeugen bei ihr, wie bei vielen Menschen mit Suchtproblemen, ein Gefühl von Hilflosigkeit und so starke innere Spannungen, dass nur die Flucht in die Droge - in ihrem Fall das Essen - sie davon vorübergehend erlöst. "Frustessen" nennt dies die Umgangssprache, eine Ess-Störung,die besonders Mädchen und Frauen betrifft.


Akupunktur normalisiert den Appetit

Als süchtig gilt, wer sich so ausschließlich mit dem Suchtstoff beschäftigt, dass ihn dies an einem normalen Leben hindert. Bei Ess-Süchtigen kreisen die Gedanken unentwegt um die nächste Mahlzeit, um das Körpergewicht, um den Konflikt zwischen der Esslust und Schuldgefühlen darüber. Wer übermäßig isst, schluckt oft unangenehme Gefühle hinunter - Ängste, Ärger, Zurückweisung, innere Leere oder Wut über zu hohe Erwartungen seitens der Umwelt. Wie jede Sucht, so glaubt Monika B.s Psychotherapeut, ist auch unkontrolliertes Essen ein Ausdruck von Resignation, zugleich aber ein stummer Hilferuf: Holt mich ins Leben zurück! Als Monika B. erkannte, dass Essen für sie zum Ersatz für Leben wurde, suchte sie Hilfe - ein erster, wichtiger Schritt zur Genesung! Neben der Psychotherapie, in der sie nun lernt, Gefühle zuzulassen,anstatt sie in sich "hineinzufressen", normalisiert auch die Akupunktur Monika B.s krankhaftes Essverhalten. Die Nadeln dämpfen das Hungergefühl und helfen ihr, Appetit von echtem Hunger zu unterscheiden. Insgesamt fühlt sich Monika B.schon nach den ersten Behandlungen seelisch und körperlich viel ausgeglichener. "Nach jeder Akupunktur wird mein Hungergefühl ein bisschen schwächer!", sagt sie. Die Chancen, dass Monika B. ihren Esszwang unter Kontrolle bringen und dauerhaft abnehmen wird, sind gut: Durch die Akupunktur erhöhen sie sich gegenüber einer rein psychotherapeutischen Behandlung um etwa 30 Prozent.

Die Lust auf Zigaretten lässt nach

Sieht die westliche Medizin vor allem psychische Hintergründe im Suchtverhalten, so steckt aus chinesischer Sicht ein Mangel an Yin dahinter - am weiblichen Anteil der Qi (sprich:tschi) genannten Lebensenergie. Die fernöstliche Suchttherapie - meist eine Kombination aus Ohr- und Körperakupunktur - zielt daher auf eine Stärkung des Yin ab und zeigt speziell bei der Nikotinentwöhnung gute Erfolge: Bis zu 80 Prozent der Raucher bleiben nach einer Nadelbehandlung längere Zeit oder dauerhaft abstinent - ein klarer Vorsprung gegenüber anderen Methoden wie z. B. Nikotinpflastern. Fünf klassische Suchtpunkte am Ohr, ergänzt durch beruhigend wirkende Punkte am Körper,werden manuell oder elektrisch stimuliert. Der Effekt: Auf der Zunge entsteht ein pelziges Gefühl, das den Geschmack an der Zigarette verdirbt und das Rauchverlangen mindert.Die Anti-Nikotin-Nadeln stabilisieren zudem das vegetative Nervensystem und mildern so die gefürchteten, körperlichen Entzugssymptome: übermäßigen Appetit und Gewichtszunahme, Nervosität und Unruhe, Schweißausbrüche und Schlafstörungen - "chinesisch" gesehen alles Zeichen überbordender, männlicher Yang-Energie.

Für westliche Suchtexperten sind die Symptome ein biochemisches Phänomen: Das Rauchen oder Essen bewirkt im Gehirn,dass bestimmte Botenstoffe wie etwa Serotonin die Ausschüttung von "Glückshormonen" anregen - vor allem Endorphine werden vermehrt produziert. Das Suchtverhalten wird vom Gehirn also mit Glücksgefühlen belohnt. Lassen diese nach, verspüren Raucher oder Ess-Süchtige sofort ein starkes Verlangen nach einem neuen Kick. Der nächste Griff zur Schokolade oder zur Zigarette lässt nicht lange auf sich warten. Bleibt dieser längere Zeit aus, folgt statt Belohnung "Strafe", Entzugsymptome treten auf. Genau hier setzt die Akupunktur an. Studien zeigten, dass sie regulierend auf die biochemischen Prozesse im Gehirn einwirkt - Botenstoffe und Endorphine, Yin und Yang kommen so wieder ins Gleichgewicht. 


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Die chinesische Medizin (auch Traditionelle Chinesische Medizin oder abgekürzt TCM genannt) wendet sich den Fragen von Krankheit und Heilen auf ganz andere Weise zu, als unsere westliche Schulmedizin
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