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Was kostet Akupunktur

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Hautallergien

Der Juckreiz ist das Schlimmste

Die Haut scheint zu glühen, ist hochrot, brennt und schuppt - Hautallergien sind buchstäblich zum Aus-der-Haut-fahren und können bis zur Berufsunfähigkeit führen. Hinter dem "Vulkanausbruch" auf der Haut steckt eine Fehlreaktion des Immunsystems, oft schon von einem Zuviel an Sonnenlicht oder einer neuen Gesichtscreme hervorgerufen. Oder eine Schwäche des Qi, wie Chinesen die Lebenskraft des Körpers nennen, die sie bei Hautallergien erfolgreich durch Akupunktur und Kräuter stärken.


Drei Wochen lang hatte der Ausschlag an Thomas K.'s Händen Ruhe gegeben, da kam das Übel aus heiterem Himmel zurück. Der 31-Jährige ahnte, warum: Er hatte seiner Frau beim Abwasch geholfen und war dabei auch einige Male mit den Händen ins Spülwasser getaucht. Nur wenig später bildeten sich an Thomas K.'s Fingern erneut diese winzigen roten Pusteln, kaum so groß wie ein Stecknadelkopf. Beim letzten Mal waren sie einfach von selbst wieder verschwunden, doch diesmal wurden die Bläschen immer schlimmer. Sie juckten so qualvoll, dass er nachts nicht schlafen und tagsüber kaum an etwas anderes denken konnte. Nach kurzer Zeit füllten sie sich mit einer gelblichen Flüssigkeit und platzten auf, die Haut war entzündet und nässte, obwohl sie immer spröder wurde und zur Hornhaut verdickte. "Ich war ratlos!", erzählt Thomas K. "Die Bläschen kamen immer wieder, oft ohne erkennbaren Grund."

Nur eines wusste Thomas K. genau: Erstmals hatte er den Ausschlag vor etwa vier Monaten bemerkt, als er seine Arbeitsstelle wechselte. Ein Zufall? Oder spielte beim Ausbruch der Hautkrankheit auch der jetzt viel stärkere Leistungsdruck im Büro eine Rolle? An einer Spülmittel-Allergie allein konnte es jedenfalls nicht liegen. Thomas K. suchte nach weiteren Verdächtigen: War es das neue Duschgel, das ihm die Bläschen bescherte? War es der Kaffee? Die Milch? Kaum war eine vermeintliche Ursache gefunden, wurden sämtliche Theorien von einem neuen Ausschlag schon wieder auf den Kopf gestellt. So klangen die Symptome etwa völlig unerwartet ab, als Thomas K. wegen einer Bronchitis Antibiotika nahm. "Ich kenne mich bei medizinischen Dingen ja nicht so gut aus", meint Thomas K., "aber ich weiß, dass Antibiotika bei Allergien nichts nützen! Da mussten also auch Bakterien im Spiel sein!"

Die Neigung zur Allergie ist angeboren

Ein Dermatologe der Münchner Universitäts-Hautklinik machte dem Rätselraten ein Ende. Ein kurzer Blick auf Thomas K.s Hände genügte dem Facharzt: "Dyshidrosiformes Handekzem" lautete der Befund - eine häufigauftretende Allergie an den Händen und manchmal auch an den Füßen, die sich durch ausgetrocknete Haut äußert und mit dem allergischen Kontaktekzem sowie der Neurodermitis eng verwandt ist. Wie diese beruht sie auf einer erblichen, also lebenslangen Neigung zu allergischen Hautreaktionen.
Thomas K.war schockiert. "Ein Leben lang?" Der Hautarzt beruhigte ihn ein wenig: "Das heißt nicht, dass die Symptome immer da sind. Oft treten sie jahrelang nicht in Erscheinung!"
Und auch nicht jeder, der die Veranlagung hat, wird krank. Kommt es jedoch zum Ausbruch, führen meist vielschichtige Faktoren dazu - die Suche nach den Ursachen ist häufig mühsam. Stress oder seelische Probleme tragen fast immer zu einer Verschlimmerung oder zum akuten Krankheitsschub bei, hinzu kommen äußere Reize wie klimatische Bedingungen, vor allem aber allergieauslösende Stoffe. Zum Kontaktekzem führen oft Seifen, Parfüms oder Putzmittel, Wolle, Leder, Gummi oder Modeschmuck aus Nickel. Das Ekzem bringt die Haut zum Kochen: Sie ist hochentzündet und juckt, durch das Aufkratzen ist sie oft so stark geschädigt, dass sie sich zusätzlich mit Hautbakterien wie etwa Staphylokokken infiziert - der Grund, weshalb Thomas K. Antibiotika halfen.

Schon Babys leiden an Neurodermitis

Noch komplexer und nicht vollständig geklärt sind die Ursachen der Neurodermitis, des so genannten atopischen Ekzems. Es betrifft vor allem Kinder und wird oft durch Blütenpollen, Milben, Schimmelpilze, Tierhaare oder Nahrungsmittel wie Nüsse und Obst ausgelöst. Der Begriff "atopisch" geht auf das griechische "topos", Ort, zurück und verweist darauf, dass die Allergie an verschiedenen Orten ausbrechen kann. Sucht sie sich die Atemwege aus, äußert sie sich als Asthma oder Heuschnupfen, im Bereich der Haut kommt es zu den typischen Neurodermitis-Symptomen, die sich im Laufe des Lebens allerdings ändern: Bei Babys zeigt sich ein roter Ausschlag auf Wangen, Kopfhaut, Gesicht und Po, bei Kleinkindern sind oft die Arm und Kniebeugen betroffen. Später kann sich die Neurodermitis auf den ganzen Körper ausdehnen, wobei die Haut stets extrem trocken ist und bei akuten Anfällen unerträglich juckt und nässt. 50 bis 75 Prozent der Neurodermitiker erkranken im Laufe ihres Lebens zudem an allergischem Heuschnupfen oder Asthma.

Hautallergien nehmen beständig zu, allein an Neurodermitis sind in Deutschland rund drei Millionen Menschen erkrankt. Hinter dem dramatischen Erscheinungsbild der Allergien steckt eine Überreaktion der Körperabwehr gegen eigentlich harmlose Stoffe wie Blütenpollen oder Nahrungseiweiße, die Allergene: Als seien sie schädliche Viren oder Bakterien, greifen bestimmte weiße Blutkörperchen die Allergene an und bilden Antikörper wie etwa das Immunglobulin E (IgE). Botenstoffe des Immunsystems bringen nun die typische, entzündliche Hautreaktion in Gang, zusätzlich produzieren die Mastzellen in der Haut Histamin, einen entzündungsfördernden Botenstoff, der den qualvollen Juckreiz verursacht. Gegen das Jucken verschreiben Schulmediziner Antihistaminika, also Medikamente, die die Produktion von Histamin in den Zellen unterdrücken. Auch eine Lichttherapie mit UV-Strahlen ist hilfreich, meist in Verbindung mit kortisonhaltigen Cremes - Kortison dämmt die überschießende Immunreaktion und den Entzündungsprozess ein. Bei längerer Anwendung schadet es allerdings der Haut, da es diese dünner und anfällig für bakterielle Infektionen macht.

Mit Akupunktur gegen "Hitze" und "Wind"

Ganz anders begegnen chinesische Mediziner den Hautallergien. Aus ihrer Sicht hängen Lunge und Haut eng zusammen - die Haut nennt man in China "die zweite Lunge", weil sie wie diese die Funktion hat etwas aufzunehmen und abzugeben. Stress oder allergene Stoffe können Störungen auf dem Lungenmeridian, der zur Lunge gehörenden Energieleitbahn auslösen, was dann zu Erkrankungen der Haut wie etwa Ekzemen führt. Eine Akupunkturbehandlung harmonisiert hier das Lungen-Qi (sprich: tschi), die Lebensenergie der Lunge, und mindert Krankmacher wie "Wind", "Feuchtigkeit" und "Hitze" - Hitze etwa verursacht aus chinesischer Sicht den qualvollen Juckreiz bei Hautallergien. Durch eine Nadelung bestimmter Punkte - teilweise direkt im Bereich der erkrankten Haut - wird ein Zuviel an Hitze im Blut reduziert und die Haut gekühlt,das Jucken und die Entzündung lassen nach. Auch die richtige Ernährung hilft gegen die "bösartigen Einflüsse," wie in der Chinesischen Medizin Feuchtigkeit, Wind und Hitze genannt werden, und trägt so zur Heilung der Haut bei. Nach der chinesischen Ernährungslehre fördern Fette, Tiefkühlkost oder Speiseeis den Krankheitsfaktor "Feuchtigkeit", Milchprodukte oder Pfeffer erhöhen die "Hitze". Bei Hautekzemen sollte man diese Speisen daher unbedingt meiden. Und viel grünen Tee trinken - der wirkt kühlend auf den Körper!


 

Von Patient zu Patient


"Seit drei Jahren geht es mir deutlich besser"
Kai Dünges (32); Diplom-Volkswirt aus Mainz


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Die chinesische Medizin (auch Traditionelle Chinesische Medizin oder abgekürzt TCM genannt) wendet sich den Fragen von Krankheit und Heilen auf ganz andere Weise zu, als unsere westliche Schulmedizin
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