Private Zusatzversicherung


Möglichkeiten der Kostenerstattung für eine ÄRZTLICHE Akupunkturbehandlung


Liebe Patienten, die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen in der Regel Körperakupunktur bei chronischen Rücken- und chronischen Kniegelenksschmerzen, wenn sie von einem qualifizierten Arzt mit Kassenzulassung und Zusatzbezeichnung Akupunktur sowie Abrechnungsbefugnis erbracht werden.

Sollen andere Krankheitsbilder und andere Schmerzerkrankungen behandelt werden, haben die Patienten die Wahl, zu einem kassen- oder privatärztlich tätigen Arzt ihrer Wahl zu gehen; diese Therapien müssen dann als so genannte IGEL-Leistungen von den kassenversicherten Patienten selber bezahlt werden. Wollen sich Patienten für solche ärztlichen Leistungen absichern, müssen sie eine private Zusatzversicherung abschließen.

Viele Patienten entscheiden sich für eine privatärztliche Akupunkturbehandlung bei ihrem Kassen- oder einem Privatarzt. Sie erwarten dafür zu Recht eine hochwertige, individuelle Akupunktur, eine individuelle Anamneseerhebung und genügend Zeit für ihre Anliegen. Insbesondere bei schwierigen, chronischen Krankheitsfällen sind diese Kriterien oft von großer Bedeutung. Ausschlaggebend für die Arztwahl sollte jedoch auch der Ausbildungsstand und die Erfahrung des Arztes im Bereich der Akupunktur und der dazugehörigen Methoden (z.B. Moxa, Schröpfen, TCM, Ernährungsberatung, Chinesische Arzneitherapie, Tuina usw.) sein (Näheres hierzu in unserer Patientenbroschüre und der Arzt-Schnellsuche: Wie finde ich einen guten Akupunkturarzt?).

Seit vielen Jahren ist die Schmerzakupunktur Bestandteil der privaten Krankenversicherung, eine entsprechende Abrechnungsziffer wurde in die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) aufgenommen. Fast alle neuen Verträge beinhalten die ärztliche Akupunktur, ebenso die ärztlichen Naturheilverfahren und ärztliche Homöopathie und häufig auch die ärztliche Chinesische Arzneitherapie. Probleme gibt es bisweilen mit der Erstattung von Akupunkturbehandlungen, die kein Schmerzkrankheitsbild behandeln (z.B. Neurodermitis, Fertilitätsstörungen usw.). Nähere Auskunft kann Ihnen hier Ihr behandelnder Arzt oder Ihre private Krankenversicherung geben. Sollten Sie einen neuen Vertrag abschließen, so empfehlen wir dringend, dass Sie vorab überprüfen, ob obige Vertragsinhalte auch Bestandteil Ihres Versicherungsvertrags sind. Es kann vorkommen, dass Ihnen Verträge angeboten werden, in denen diese Leistungen nur erstattungsfähig sind, wenn sie nach der Gebührenordnung von Heilpraktikern und somit also nicht von Ärzten abgerechnet werden. Befragen Sie hierzu vorab detailliert Ihren Versicherungsvertreter oder erkundigen Sie sich bei einem unabhängigen Versicherungsmakler nach einer Versicherung, die Ihre Wünsche nach einer alternativen und naturheilkundlichen ärztlichen Therapie beinhaltet. 

 

Was bieten private KrankenZUSATZversicherungen?

Private Krankenzusatzversicherungen sind speziell darauf abgestimmt, den Schutz der gesetzlichen Versicherung zu ergänzen. Zahlreiche Versicherungsunternehmen bieten unter anderem auch spezielle Tarife für die ärztliche Akupunktur und die ärztliche chinesische Arzneitherapie (oft auch für andere Naturheilverfahren und Homöopathie) an. Wichtig: Patienten sollten beim Abschluss von privaten Zusatzversicherungen unbedingt darauf achten, dass tatsächlich Privatarztrechnungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) erstattet werden, die die Abrechnung sämtlicher medizinischer Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung regelt. 

 

Was ist beim Vertragsabschluss zu beachten?

Zuallererst sollten Sie sich erkundigen, ob Ihre Versicherung die Akupunktur und gegebenenfalls Naturheilverfahren/Homöopathie nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnet.

Viele Versicherungstarife bieten zwar Verfahren wie Akupunktur, Homöopathie und Naturheilverfahren an, aber in Tarifen, die nur Rechnungen erstatten, wenn sie von Heilpraktikern nach dem Abrechnungstarif für Heilpraktiker abgerechnet werden. Ärzte rechnen aber nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. 

Jeder Versicherungsanbieter privater Zusatzversicherungen definiert genau, was sein Vertragspartner in Anspruch nehmen kann und was nicht. Grundsätzlich gilt: Jede Behandlung muss medizinisch notwendig, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, die Kosten einer alternativen Therapie dürfen nicht die einer vergleichbaren Behandlung der konventionellen Medizin überschreiten. Zum Aufnahmeprozedere beim Vertragsabschluss gehört häufig ein Fragenkatalog zu Vorerkrankungen und Behandlungen. Die Versicherung darf die Aufnahme wegen Vorerkrankungen verweigern oder mit Risikozuschlägen und Wartezeiten versehen.

Welche Versicherung bietet was genau? Die verschiedenen Modelle und Tarife der Versicherungsunternehmen erscheinen kompliziert und wirken unübersichtlich – die Frage für den Patienten ist immer: Welche Versicherung passt zu mir und meinen Vorstellungen und Bedürfnissen im Rahmen von ärztlichen Behandlungen, kann ich mich alleine versichern, oder muss ich Familienangehörige (z.B. Mutter und Kind) mitversichern, was genau erstattet welche Versicherung in welchem Fall und wie viel zahlt sie pro Jahr maximal? Da sich alleine inzwischen kaum jemand mehr in diesem Angebots- und Tarifdschungel zurechtfindet, empfiehlt Ihnen die DÄGfA, einen unabhängigen Versicherungsmakler zu kontaktieren, der für Patienten gerne kostenlos und unverbindlich eine Voranfrage bei passenden Versicherungen stellt.

 

Besonderheiten

Die Kosten der Tarife können wegen der zum Teil großen Unterschiede und der von individuellen Faktoren abhängigen Bedingungen (wie Geschlecht und Alter zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses) nicht angegeben werden. Vergleiche sollten vom Patienten angestellt werden, z.B. in Bezug auf ihre Leistungen für Akupunkturtherapie, gegebenenfalls auch für Naturheilverfahren und Homöopathie; etwaige weitere enthaltene Versicherungsbausteine (Erstattungen für Sehhilfen, Zahnersatz etc.) können bei den jeweiligen Versicherern individuell erfragt werden.

 

Ärztliche Akupunkturbehandlung - zu welchem Arzt gehe ich?

Es gibt sowohl Kassenärzte als auch Privatärzte, bei denen Sie sich behandeln lassen können. 

Grundsätzlich sollten Sie auf die Qualifikation des Arztes achten und sich nicht scheuen zu fragen, welche Ausbildung und welche Erfahrung Ihr Arzt in Akupunktur hat. Sicherlich gut in Akupunktur und TCM ausgebildet sind Ärzte mit B-Diplom oder mit dem Abschluss von Meisterstudiengängen; sie verfügen in der Regel über eine hohe Qualifikation und oft über langjährige spezifische Erfahrung. Zumindest sollte der Arzt über die Zusatzbezeichnung Akupunktur (200 Stunden Weiterbildung) verfügen. Ärzte mit der Qualifikation A-Diplom haben 120 Stunden Grundausbildung mit Prüfung erfolgreich absolviert. Spezielle zusätzliche Weiterbildungen sind notwendig für Chinesische Arzneitherapie, Tuina, Qi Gong usw. (Näheres hierzu in unserer Patientenbroschüre und der Arzt-Schnellsuche: Wie finde ich einen guten Akupunkturarzt?).

 

Kosten einer ärztlichen Akupunkturbehandlung

Bei einer privatärztlichen Behandlung richten sich die Kosten nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), sämtliche Abrechnungen medizinischer Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung werden in der GOÄ gesetzlich geregelt. 

Abhängig von der Schwierigkeit und dem Zeitaufwand im einzelnen Behandlungsfall kann die Grundbewertung der einzelnen Ziffern mit unterschiedlichen Steigerungsfaktoren bis zu 3,5 (in Ausnahmefällen auch höher) berechnet werden. Akupunkturbehandlungen kosten demnach in der Regel zwischen 30 und 90 Euro, je nach Länge und Aufwand. Die aufwändige Erstanamnese und andere Zusatzleistungen werden in der Regel extra in Rechnung gestellt (mehr Informationen: siehe Patientenbroschüre). Bitte fragen Sie den Arzt/die Ärztin Ihrer Wahl nach den voraussichtlichen Kosten Ihrer Behandlung. Ein seriöser Arzt klärt Sie nach einem Vorgespräch noch vor Behandlungsbeginn über die voraussichtlich anfallenden Behandlungskosten auf.

Bei einer kassenärztlichen Behandlung von chronischen Knie- und LWS-Schmerzen werden die Körperakupunkturkosten häufig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Weitere, ergänzende Maßnahmen wie Moxibustion, TCM-Arzneitherapie und Schröpfen müssen vom Patienten bezahlt werden.


Optionen der Kostenerstattung


Private Zusatzversicherungen

Wenn Sie als gesetzlich krankenversicherter Patient eine Privatpraxis konsultieren möchten, ist eine entsprechende private Zusatzversicherung sicher eine mögliche Option. Speziell für jüngere Erwachsene und Patienten ohne größere Vorerkrankungen sind diese Versicherungen relativ günstig. 

Detaillierte Informationen zu privaten Zusatzversicherungen, die die Kosten für eine ärztliche Akupunkturbehandlung übernehmen, finden Sie oben.

Manche Patienten entscheiden sich aber auch gegen eine private Zusatzversicherung, weil die Kosten der Akupunkturbehandlung längerfristig gesehen oder bei chronisch Kranken oft günstiger sind als die jährlichen Beiträge für die Zusatzversicherung. Das sollte sich jeder Patient vorher durchrechnen. Und natürlich auch abwägen, welche sonstigen Leistungen er noch mitversichert haben will. Patienten mit Vorerkrankungen zahlen bei Zusatzversicherungen oft Risikozuschläge oder manche Krankheiten sind von der Leistungserstattung ausgeschlossen, in solchen Fällen kommt es häufig günstiger, die Leistungen aus eigener Tasche zu bezahlen.

 

Beihilfe

Wenn Ihre Beihilfestelle nach GOÄ abrechnet und Ihnen freie Arztwahl gewährt, werden die Kosten normalerweise übernommen. 

 

Privatversicherungen

Privatpatienten haben freie Arztwahl, die Kosten für eine Schmerz-Akupunkturbehandlung werden in der Regel (bitte den Versicherungsvertrag gegebenenfalls prüfen) von der privaten Versicherung übernommen. Sollten andere Krankheitsbilder behandelt werden (z.B. Heuschnupfen, Schlafstörungen), muss unter Umständen vorher bei der Kasse angefragt werden, ob diese auch erstattet werden. Was muss ich beachten, wenn ich eine neue private Krankenversicherung abschließe (siehe oben)?

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