Was kostet Akupunktur – Privatkasse, Selbstzahler?

Akupunktur ist nicht nur einfaches Nadelstechen. Diese Kunst setzt eine umfangreiche Ausbildung für die Punktauswahl und die Art der Anwendung (z.B.Stichtechnik, Anzahl der Nadeln, Reizstärke usw) voraus. Die Akupunktur, mit der das Kranksein und die Reaktion auf Krankheit behandelt werden, bedarf ausführlicher Informationen aus der Krankengeschichte ( Anamnese) und spezifischer Untersuchungsergebnisse, wie z.B. Zungendiagnostik und Pulsdiagnostik. Die körperliche Untersuchung rundet das ganze ab.

In der Regel wird die Akupunkturbehandlung in einer Behandlungsserie von mehreren Akupunktursitzungen durchgeführt, um einen nachhaltigen Behandlungserfolg zu erreichen, dabei bauen die Sitzungen aufeinander auf. Bei akuten Erkrankungen werden meist zwischen 2 und 6 Sitzungen benötigt, bei chronischen Erkrankungen sind 10-15 Sitzungen als Behandlungsserie sinnvoll. Auch „Erhaltungsakupunktur“ und „Auffrischakupunktur“sitzungen , um den erreichten Behandlungserfolg stabil zu halten können nach Beendigung einer Serie sinnvoll sein.

Akupunktur als privatärztliche Leistung wird nach der offiziellen Gebührenordnung für Ärzte –GOÄ- abgerechnet. Der mittlere Preis für eine kurze Akupunktur beträgt 26,81 €( GOÄ 269), eine vollständige Akupunktur mit Liegezeit von mindestens 20 Minuten wird mit 46,92 € ( GOÄ 269a)berechnet . Die Akupunkturnadeln sind zum Selbstkostenpreis in Rechnung zu stellen. Diese Leistung bezieht sich ausschließlich auf das einmalige Legen der Akupunkturnadeln, das Wirken lassen und das Ziehen der Nadeln. Für eine Serie mit mehreren Akupunktursitzungen wird diese Leistung bei jeder Behandlung angesetzt. Erfordert die Akupunktur besonders hohen Zeitaufwand oder werden zusätzliche Reizarten Z. B Moxibustion in die Therapie mit eingebaut, so kann der Arzt die GOÄ Ziffer mittels Steigerungsfaktor entsprechend des entstandenen Aufwands anpassen.

Die spezifische Akupunktur –TCM-Anamnese und spezielle Diagnostik( Puls Zunge, s.o.) sind in dieser Leistung nicht enthalten und werden zusätzlich berechnet. Diese Kosten liegen je nach Umfang und Zeitaufwand zwischen 20 und 150 € und fallen im Quartal nur einmal an. Weitere Reiztechniken, die zur Akupunktur eingesetzt werden, wie z.B. Moxawärme oder Schröpfen sind zusätzlich zu berechnen. Sie beinhalten einen höheren Material- und Zeitaufwand und sind mit der reinen Akupunkturleistung nicht abgegolten. Diese Kosten betragen pro Behandlung ca. 5 bis 10 €.

Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten die Akupunkturbehandlung zur Behandlung von Schmerzen, für andere Indikationen( z. B Heuschnupfen,Infektanfälligkeit usw) nicht immer, obwohl Akupunktur auch dabei gut helfen kann. Ihre Versicherung gibt Ihnen sicherlich dazu Auskunft. Einige private Zusatzversicherungen erkennen nur Leistungen nach der Heilpraktiker-Gebührenordnung (GEBÜH) an, Ärzte dürfen aber nur nach der GOÄ abrechnen. Hier kann ein vorzeitiger Wechsel der Versicherung ratsam sein.

.Unabhängig von der Versicherungsfrage hat der Patient die Rechnung für geleistet Behandlungen zu begleichen. Seriöse Ärzte klären die Patienten vor Therapiebeginn über die vermutlich anfallenden Kosten auf.

Akupunktur ist eine sehr wirksame Methode für viele Erkrankungen. Wie in der Medizin üblich, kann keine Erfolgsgarantie gegeben werden. Auch kann man vor der Behandlung keine Aussage geben, wie lange der Behandlungserfolg anhält – dazu sind die Patienten zu verschieden. Falls die Beschwerden doch wiederkommen sollten, helfen dann bei Bedarf gelegentliche einzelne Akupunkturbehandlungen ( s.o.“ Auffrischakupunktur“).


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