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Geschichte der Ärztlichen Qualitätszirkel für Akupunktur

 

Startschuss in Hamburg

Vom 24.-26.01.1997 fand in Hamburg erstmals eine von Herrn Dr. Helmut Rüdinger im Namen der DÄGfA initiierte und organisierte Moderatorenschulung für ärztliche Qualitätszirkel für Akupunktur statt. Der Moderatorentrainer Herr Werner Vogel unterstützt von Herrn Dr. Thomas K. Weinschütz leiteten die Schulung an der 12 B-diplomierte DÄGfA- Mitglieder teilnahmen. Sie ließen sich durch den interessanten Verlauf der Schulungstage nahezu alle ermutigen, in Zukunft als Moderatoren noch zu gründender ärztlicher Qualitätszirkel für Akupunktur zu fungieren. Dieser Schulungsstartschuss war ein wichtiges Zeichen für die Lehre der Akupunktur, gab es doch bis dahin keine anerkannten QZ in diesem Bereich.

 

In Anlehnung an die Vorgaben der ÄK und KV wurden die Grundsätze der Moderation vermittelt. Die einzelnen Ziele wurden in themenorientierten Kleingruppen, mittels Visualisierungstechniken wie Ein-Punkt- / Mehr-Punkt-Abfragen sowie anhand von problemorientierten Rollenspielen erarbeitet. Dadurch wurden den Teilnehmern zugleich Werkzeuge der Kommunikationsgestaltung für die Arbeit in zukünftigen Qualitätszirkeln an die Hand gegeben.

 

Hoffnung und Ziele

Seitens der Teilnehmer der ersten Moderatorenschulung 1997 wurden neben inhaltlich-thematischen Zielvorstellungen, individuelle Erwartungen in Bezug auf zukünftig effektiv arbeitende Qualitätszirkel formuliert. Diese Erwartungen dokumentieren gewissermaßen den konstruktiven Diskurs dieser Tage, indem sie einen zielgerichteten Blick auf die umfassenden Aufgaben von Qualitätszirkeln im Sinne von Qualitätssicherung werfen.

 

So wurde allgemein von den Schulungsteilnehmern eine Verbesserung der Akupunktur im Sinne des Erreichens von Behandlungsstandards durch ärztliche Qualitätszirkel erwartet. Dies wiederum wird eine Veränderung in der Versorgungszufriedenheit der Patienten herbeiführen. Desweiteren wird, bei bis zu diesem Zeitpunkt nahezu fehlender Gruppenarbeit unter niedergelassenen Kollegen, die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, heraustreten zu können aus seiner Isolation in eine Transparenz, die sich auszeichnet durch kooperative Diskussion innerhalb einer Gruppe. Letztere könnte dann nicht nur den fachlichen Austausch von Erfahrungen zulassen, sondern auch Krisenbeistand des Einzelnen in einer schwierigen Situation sein.

 

Erst durch die Möglichkeit der Förderung dieser gesunden Streitkultur innerhalb von Qualitätszirkeln, werden sich wesentliche inhaltliche Fortschritte einstellen, die einen gemeinsamen Konsens zur Qualität der gesundheitlichen Versorgung ermöglichen. Dieser aber kann - zirkelimmanente Selbstkritik bei gleichzeitigem Verzicht auf Selbstdarstellung der Teilnehmer vorausgesetzt - erst dann Professionalität in Anspruch nehmen, wenn nicht nur Erfahrungen systematisch gesammelt und dokumentiert, sondern auch bezüglich ihrer Wirksamkeit ausgewertet und überprüft werden.

 

Dokumentation und Evaluation

Auf dem Boden dieser Ideen wurde von den neu gegründeten QZ eine systematische Dokumentation und Evaluation der Qualitätszirkelarbeit gefordert.

Evaluationsbögen zur Auswertung der Treffen von ärztlichen Akupunktur -Qualitätszirkeln stellten einen ersten und wichtigen Schritt in diese Richtung dar. Seither werden die Protokolle auf unserer DÄGfA-Homepage eingestellt und sind für alle Moderatoren, QZ Mitglieder und auf Anfrage für interessierte Ärzte einsehbar. Auch den positiven Einfluss der QZ Arbeit auf die Arbeitsqualität und die Arbeitszufriedenheit des einzelnen QZ Mitglieds konnte in zwei Evaluationsphasen, jeweils über 5 Jahre dokumentiert werden.

Evaluierung 2003-2004 

Evaluierung 2005-2007

Nicht nur für DÄGfA Mitglieder

Bezüglich der Teilnehmerschaft an Qualitätszirkeln wurde vereinbart, dass die neu gegründeten QZ  nicht nur ausschließlich für Mitglieder der DÄGfA zugänglich sein sollen. Dahinter steht die geistige Idee, möglichst viele qualifizierte Mitglieder und somit Schwerpunkte anderer ärztlicher Gesellschaften zu integrieren und einander näher zu bringen. Einstimmig sprachen sich die zukünftigen Moderatoren gegen eine Beteiligung von Heilpraktikern an ärztlichen Qualitätszirkeln für Akupunktur aus.

 

Eine Idee greift um sich

Angespornt durch die Erfolge der ersten QZ ging die DÄGfA bald dazu über, fast jährlich weitere kostenfreie Moderatoren-Schulungen für ihre Mitglieder anzubieten. Auf Wunsch der bereits erfahrenen Moderatoren kamen jährliche Moderatorentreffen zum Austausch unter den Moderatoren sowie Moderatorenaufbauschulungen zur Vertiefung der Moderationstechniken, zur Schulung der Kommunikationsfähigkeiten und zur Verbesserung der Vortragstechnik hinzu. Mainz und München wurden zu neuen Schulungsorten. In den Folgejahren übernahm Clemens Vogel das Ressort QZ und gab den Stab dann 2007 an Gabriela Huemer weiter.

Mit Frau Stephanie Baumann und Herrn Reinhard Sellnow wurde der Kreis der Moderatorentrainer erweitert.

Zwischenzeitlich wurden zahlreiche Moderatorinnen und Moderatoren ausgebildet, manche QZ können schon einen Nachfolger der ersten Stunde vorweisen. Erfreulicherweise haben sich auch zu weiteren Themen rund um die Akupunktur QZ gebildet, manche haben sich auf TCM und Chines. Arzneitherapie spezialisiert. Heute können wir stolz knapp 130 DÄGfA assoziierte QZ benennen! Manche von ihnen haben noch oder immer mal wieder Plätze frei!

Lassen Sie sich motivieren, machen Sie mit!


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