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Japanische Moxibustion und Shiraku


25.02.2018
So 9:00-13:00 Uhr, 14:00-18:00 Uhr -


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In der Japanischen Medizin hat die Moxibustion eine wichtigere Bedeutung innerhalb der Akupunkturpraxis erlangt als in der TCM. Schon der deutsche Arzt und Naturforscher Engelbert Kaempfer berichtete nach seiner Rückkehr aus Japan in seinem Werk „Amoenitates Exoticae“ (1712) über die außergewöhnliche Therapie mit mogusa – so der japanische Name für das verwendete Beifußkraut, auf welchen unser westlicher Begriff Moxibustion zurückgeht – und hob insbesondere die für ihn verwunderliche Erhitzung vom Krankheitsgeschehen weit entfernt gelegener Akupunkturpunkte hervor. Schon die Auswahl des geeigneten Moxamaterials, wovon es in Japan eine Vielfalt an Formen und Qualitäten gibt, ist von entscheidender Bedeutung. Man unterscheidet grob zwischen indirekter und direkter Moxibustion. Bei der indirekten empfindet der Patient einen angenehmen Wärmereiz der Haut oder auch tieferer Schichten, wie dies z.B. bei der Feuernadel kyūtōshin oder Kegelmoxa chinetsukyū der Fall ist.

 

Eine sehr japanische Technik ist die direkte Applikation. Dabei werden geringste Moxamengen auf Akupunkturpunkten oder anderen spezifischen Punkten bis zur obersten Hautschicht abgebrannt. Kleinste Mengen zu Reiskorngröße geformter Moxa ōkyū der besten Qualität können so, mit der entsprechenden Technik und einer rhythmischen Erhitzung des Punktes angewandt, erstaunliche analgetische, antiinflammatorische, muskelentspannende und resorptions- bzw. granulationsfördernde Wirkung entfalten. Diese subtilen japanischen Moxibustionstechniken und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten – als Ergänzung der Akupunktur oder auch unabhängig von dieser – gilt es in diesem Kurs vorzustellen und zu praktizieren. Insbesondere die Behandlung bei Schmerzen und die Moxibustion bei funktionellen Störungen sollen in diesem Kurs demonstriert werden.


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Dozenten:

Veranstaltungsort:
Schmerzambulanz in der Medizinischen Poliklinik
Pettenkoferstr. 8 a
80336 München

Kurs-Nummer: 1802MUMO


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