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1. CAM-Konferenz in Brüssel im Herbst 2012:
„Complementary and Alternative Medizin – Innovation and Added Value for European Healthcare"

Hedi_Luxenburger

von

Hedi Luxenburger

Vorstandsmitglied DÄGfA,
Vorstandsmitglied ICMART,
Mitglied CAMDOC Alliance

Unter dem Titel „Complementary and Alternative Medizin (CAM) – Innovation and Added Value for European Healthcare“ fand am 09.10.2012 die 1. CAM-Konferenz im Europäischen Parlament in Brüssel statt, ein Meilenstein für die Beachtung der komplementärmedizinischen Verfahren im Rahmen der europäischen Gesundheitspolitik.

Organisiert wurde die Veranstaltung von EUROCAM, einer Arbeitsgruppe auf EU-Ebene, die aus Vertretern der europäischen Dachgesellschaften von Patientenorganisationen, ärztlichen Anwendern komplementärmedizinischer Verfahren und nicht-ärztlichen CAM-Anwendern besteht. Im Rahmen der CAMDOC Alliance vertritt ICMART (International Council of Medical Acupuncture and Related Techniques) die ärztlichen Akupunkturanwender in Brüssel. Es gab offizielle Unterstützung seitens des EU-Parlaments.

Hauptgastgeberin war MEP (Member of the European Parliament)  Elena Oana Antonescu, EU-Parlamentarierin aus Rumänien, als weitere Gastgeber fungierten die Parlamentarier/innen Sirpa Pietikäinen aus Finnland und Alojz Peterle aus Slowenien. Als Moderator der Veranstaltung konnten wir Prof. Harald Walach von der Europäischen Universität Viadrina in Frankfurt/Oder gewinnen.  

 Eröffnung_CAM-Konferenz

Brüssel, 09.10.2012: Mit einer Videobotschaft eröffnete John Dalli, der damalige europäische Gesundheitskommissar, die 1. CAM-Konferenz im Europäischen Parlament.


Die Veranstaltung richtete sich vor allem an EU-Parlamentarier und andere politische Entscheidungsträger, um über die Möglichkeiten und Chancen der Anwendung komplementärmedizinischer Methoden innerhalb der europäischen Gesundheitssysteme zu informieren und die Akzeptanz auf politischer Ebene zu verbessern. Eröffnet wurde die Veranstaltung von MEP Sirpa Pietikäinen und einem Grußwort von John Dalli, dem damaligen europäischen Gesundheitskommissar. Die Vertreterin der europäischen Patientenorganisationen Enid Segall (UK) betonte die Bedeutung einer selbstbestimmten Gesundheitsversorgung aus Patientensicht. 



Prof. Harald Walach moderierte die Konferenz, Prof. Claudia Witt referierte über Kosteneffektivität.



PD Dr. Dominik Irnich stellte das Konzept der Schmerzambulanz der Uniklinik München vor.

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Für die folgenden Vorträge konnten hochrangige wissenschaftliche Vertreter der CAM-Forschung aus verschiedensten europäischen Ländern gewonnen werden. Prof. Andrew Long von der University of Leeds (UK) sprach über den innovativen Wert von CAM innerhalb der Gesundheitssysteme. Prof. Helle Johannessen, University of Southern Denmark, stellte ihre Studien vor zur Patientenmotivation, CAM in Anspruch zu nehmen. Im 2. Teil sprach Prof. Gustav Dobos, Universität Duisburg-Essen, Deutschland, über Evidenz und Effektivität in der Anwendung von CAM, und Prof. Claudia Witt von der Charité Berlin berichtete über Studien zu Kosten und zur Kosteneffektivität. 


EU-Parlamentarierin Sirpa Pietikäinen (rechts) bedankte sich bei Prof. Helle Johannessen für ihren Vortrag. 


Prof. Andrew Long neben Enid Segall, der Vertreterin der europäischen Patientenorganisationen.


Während der Mittagspause eröffnete Elena Oana Antonescu die dreitägige Ausstellung zum Thema CAM innerhalb des Parlamentsgebäudes, die diverse Poster und andere Info-Materialien zu verschiedenen CAM-Verfahren wie Akupunktur, Homöopathie, anthroposophische Medizin darstellten. Die Ausstellung fand regen Zuspruch und bot reichlich Raum für diverseste Diskussionen. 


Viel Raum für interessante Gespräche und Einblicke : 
Auf dem linken Bild Dr. Helena Pinto Ferreira, die 1. Vorsitzende des ICMART (links) und Prof. Claudia Witt beim Austausch. Auf dem rechten Bild die Eröffnung der Ausstellung im Parlamentsgebäude.

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Nachmittags sprach Prof. Simona Dragan, Victor Babes Universität, Rumänien, über die Möglichkeiten von CAM zur Erhaltung der Gesundheit und Krankheitsprävention. Prof. Eric Baars, Universität Leiden, Niederlande, betonte den Stellenwert von CAM im Management chronischer Erkrankungen. PD Dr. Dominik Irnich, Ludwig-Maximilians-Universität München, stellte eine bereits in der Praxis gelungene Integration komplementärmedizinischer Methoden im Therapiekonzept der Schmerzambulanz seiner Universität vor. Prof. Torkel Falkenberg, Schweden, zeigte Perspektiven für eine zukünftige Integration von CAM in die Gesundheitsfürsorge auf. MEP Alojz Peterle sprach nochmals aus Sicht der EU-Parlamentarier und betonte den Wert weiterer Anstrengungen auf dem Gebiet.

Ton Nikolai, im Namen von EUROCAM, und Monika Kosinska von EPHA (European Public Health Alliance) stellten einen Aufruf „CALL FOR ACTION“ an die Europäische Kommission vor, der auf der Basis diverser Schlussfolgerungen aus Vorträgen und Diskussionen des Tages zunehmende Integration von CAM in die Gesundheitspolitik und europäische Forschungsförderung einfordert. Insgesamt fand die Veranstaltung große Resonanz, was sich auch in der großen Zahl der Teilnehmer zeigte und konnte als voller Erfolg langer und intensiver Bemühungen seitens der Veranstalter gewertet werden. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement.

Weitere Informationen unter
www.icmart.org
www.camdoc.eu


Fachgespräche am informellen runden Tisch (v.l.n.r.): Prof. Gustav Dobos, PD Dr. Dominik Irnich (2. Vorsitzender der DÄGfA und Leiter des Fortbildungszentrums), Dr. Wolfram Stör (1. Vorsitzender der DÄGfA) und Prof. Claudia Witt. 

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